Poetry-Slam in der Friedensschule
Gedanken zu Europa

Münster -

Was bedeutet Europa für mich? Unter dieser Leitfrage präsentierten Schüler der Friedensschule das, woran sie zwei Tage lang gearbeitet haben.

Dienstag, 03.04.2018, 22:04 Uhr

Die Jury wählte das Duo Lamja und Costantin zu den Gewinnern der Friedensschule.
Die Jury wählte das Duo Lamja und Costantin zu den Gewinnern der Friedensschule. Foto: Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung betreut derzeit eine Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Europa weiterdenken in NRW: Poetry Slam“, welche Schüler aus NRW die Funktionsweisen der EU, aber auch ihr ganz persönliches Verhältnis zu Europa auf kreative Art und Weise näher bringen soll. In einem zweitägigen Seminar setzten sich die Jugendlichen zunächst mit der EU und Europa auseinander, um dann am zweiten Tag unter fachkundiger Anleitung von Poetry-Slammer „Quichotte“ an die literarische Form des Poetry-Slams herangeführt zu werden. An nur einem Tag entwarfen sie selbst geschriebene Slamtexte, ehe sie diese abends vor Publikum und einer vierköpfigen Jury vortrugen.

Für die Publikumsmitglieder, die mit dem Format des Poetry-Slams noch nicht allzu sehr vertraut sind, erklärte Quichotte zum Beginn der Veranstaltung den Ablauf. Schließlich ist er ein erfahrenes Mitglied der Szene und hat auch die Jugendlichen auf ihren Auftritt vorbereitet. Die Reihenfolge, in der die zwölf Teilnehmer auftraten, wurde, wie in der Slam-Szene üblich, ausgelost. Die Themenfelder waren verschieden, genauso wie die Performances der Jugendlichen. Lamja und Constantin traten sogar mit aufeinander abgestimmten Texten zu zweit auf. Eines wurde schnell klar: Keinem der Schüler ist die EU egal. Im Gegenteil: Allen liegt etwas am Herzen. Sei es die Flüchtlingskrise, der Brexit oder das Verhältnis der EU zu den USA, die Jugendlichen hatten zu vielem etwas zu sagen. So ermahnte Anna-Lena ihre Mitbürger: „Der Schlüssel zu Humanität heißt handeln“.

Es gab aber auch viel Kritik an Europa seitens der Jugendlichen. Diese wurde mal lustig, mal ernst, aber immer auf literarischem Niveau dargestellt. Trotz der vielen präsentierten Schattenseiten sagt Annika jedoch schließlich: „Europa, du bist nicht perfekt. Aber du bist das Beste, was wir haben.“

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