Batterietagung in der Halle Münsterland
Evolution statt Revolution

Münster -

Ob für Handy, Laptop oder E-Auto – die Wissenschaft forscht intensiv daran, Akkus immer effizienter und langlebiger zu machen. Über den aktuellen Stand der Entwicklung tauschen sich bis Mittwoch bei der dreitägigen Batterietagung im Congresszentrum Halle Münsterland rund 750 internationale Teilnehmer aus.

Mittwoch, 11.04.2018, 13:04 Uhr

Das Modell einer Coinzelle präsentierten bei der Batteriemesse am MEET-Stand (v.l.) Dr. Adrienne Hammerschmidt, Prof. Dr. Martin Winter und Pia Niehues.
Das Modell einer Coinzelle präsentierten bei der Batteriemesse am MEET-Stand (v.l.) Dr. Adrienne Hammerschmidt, Prof. Dr. Martin Winter und Pia Niehues. Foto: Oliver Werner

Veranstalter sind unter anderem das Batterieforschungszentrum MEET der Westfälischen Wilhelms-Universität und das Helmholtz-Institut Münster, die vor allem im Bereich der Material- und Elektrolyt-Forschung für Zellen einen wichtigen Beitrag leisten.

Die Forscher leisten dabei echte Sisyphusarbeit, die Schritt für Schritt immer wieder Verbesserungen bringt. Schnelle, bahnbrechende Entwicklungen, die mit einem Schlag völlig neue Möglichkeiten eröffnen, seien aber utopisch, verdeutlicht Falko Schappacher, kaufmännisch-technischer Direktor am MEET. „Bei den Lithium-Ionen Akkus würde ich eher von Evolution als von Revolution sprechen“. erklärt er. „Ich will zwar nicht ausschließen, dass irgendein Forscher auf der Welt irgendwann im stillen Kämmerchen doch die eine zündende Idee hat, aber das ist eher unwahrscheinlich.“

Die Forschung sei schon weit fortgeschritten, so Schappacher. Im Bereich der Elektro-Autos biete die aktuelle Akku-Generation schon eine hohe Lebensdauer, die künftig mit der von Verbrennungsmotoren sogar konkurrieren könne. „Der Trend geht zudem dahin, dass sich auch die Reichweite in den kommenden zehn Jahren verdoppeln wird“ so Schappacher. Schon jetzt gebe es Akkus, die nur einen Stopp auf dem Weg von Hamburg nach München erforderlich machen. „Und auch die Schnelllademöglichkeiten werden sich verbessern.“

Intensiv geforscht wird zudem daran, wie ausreichend Strom aus regenerativen Energien für Zeiten, in denen kein Wind weht oder keine Sonne scheint, bereitgehalten werden kann. Dabei geht es sowohl um eher kompakte Akkus im häuslichen Bereich als auch besonders große Variantem „auf der Wiese“ neben Windrädern“, die große Mengen an Energie speichern sollen.

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