Friedensorte
Sterben in Würde

Münster -

Für Svenja Everding von der Katholischen Hochschule Münster ist das Johannes-Hospiz am Hohenzollernring 66 der persönliche Friedensort in Münster. Hier beschreibt sie, warum das so ist:

Dienstag, 17.04.2018, 16:04 Uhr

Das Johannes-Hospiz ist für die Studentin Svenja Everding ihr Friedensort in Münster.
Das Johannes-Hospiz ist für die Studentin Svenja Everding ihr Friedensort in Münster. Foto: Matthias Ahlke

„In einer Villa am Hohenzollernring befindet sich seit 1999 das Johannes-Hospiz Münster. Hier begleitet ein multiprofessionelles Team aus haupt- und ehrenamtlichen Klientinnen und Klienten und deren Angehörige nach ihren eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen durch ihre letzte Lebensphase: stationär, ambulant, oder durch offene Angebote wie das Trauer-Café.

Angst-Gewalt-Einsamkeit-Schmerzen-Endgültigkeit. Viele Menschen verbinden mit dem Sterben diese oder ähnliche Assoziationen. Wir müssen trotzdem nicht in ständiger Angst leben, denn wir kennen weder den Tag noch die Stunde. Das entlastet. Aber was, wenn man weiß: Es handelt sich um Monate, vielleicht Wochen? Das Johannes-Hospiz Münster hat sich diese Menschen und ihre Angehörigen zur Aufgabe gemacht. Das Team ermöglicht ein Leben, Sterben und Trauern in Würde. Dabei spielen nicht nur Palliativmedizin und Schmerzlinderung eine Rolle, sondern vor allem die seelsorgliche Begleitung, ein offenes Ohr und wahrhaftige Begegnungen. Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage abzugewinnen, sondern den Tagen mehr Leben. Der Tod soll sich von der Gewalt lösen und zum Frieden werden, auch oder gerade in Krankheit und Leid. Daher stehen immer die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen im Mittelpunkt: Er soll auch das letzte Stück seines Lebensweges gehen. Nicht alleine, aber selbstbestimmt. Das Johannes-Hospiz bietet den Rahmen für diese Entscheidungen. Die sichere Herberge am Wegesrand, in der man nach dem Ziel fragen kann oder in der man sich ausruht, falls man erschöpft ist.“

Friedensorte

„Frieden beginnt in meiner Stadt – Münster“: Angeregt von der Bell-Amani-Friedensstiftung, sind Studierende der Katholischen Hochschule Münster und der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner Münster sowie Schülerinnen der Marienschule Münster auf die Suche nach ihren persönlichen Friedensorten gegangen. Die Sammlung ergibt einen ungewöhnlichen Stadtführer, den der Aschendorff-Verlag zum Katholikentag herausgibt. Wir stellen in einer Serie einige der Friedensorte vor.

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