Besucher-Reaktionen zur neuen Ausstellung
„Sinnvoll in dieser turbulenten Zeit“

Münster -

Wie nehmen Besucher die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ auf? Unsere Zeitung hörte sich zum Auftakt in den Museen um.

Montag, 30.04.2018, 09:04 Uhr

Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.
Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster. Foto: Gunnar A. Pier

„Ehrlich und selbstkritisch“ nannte Dr. Wolfgang Ballke die Präsentation des Bistums im LWL-Museum für Kunst und Kultur. „Die christliche Religion war in ihrer Geschichte nicht nur friedlich. Hier werden objektiv auch Schattenseiten angesprochen, zum Beispiel Religionskriege.“ Ballke findet, dass „das Bewusstsein für Frieden in Europa gewachsen“ sei. „Am Ende des ,Kalten Krieges‘ dachte man ja, jetzt gibt es ewigen Frieden. Aber das war nicht so.“

"Sinnvoll in dieser turbulenten Zeit"

Als „sinnvoll in dieser turbulenten Zeit“ schätzte Iris Albers die Ausstellung ein. „Es gibt Uneinigkeit bei den Vereinten Nationen und Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt“, sagte sie. Das Thema „Frieden“ passe sehr ins „Hier und Jetzt“. Als wohltuend habe sie deshalb in der Bistumsausstellung „die weiße Madonna“ empfunden. Die Skulptur ist mit dem Titel „(M)ein Stück vom Himmel“ zu sehen und steht für Aussöhnung. „Ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen“, sah Albers darin als Botschaft.

Die Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute"

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  • Fünf Ausstellungen an vier Orten: Die Reihe "Frieden von der Antike bis heute" begleitet den Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kuratorin Dr. Judith Claus vor dem Bild "Flandern" von Otto Dix in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Modell des Marsfeldes von Rom mit Friedensaltar, sogenannter Sonnenuhr und Mausoleum des Augustus in der Ausstellung "Eirene/Pax - Frieden in de Antike", Archäologisches Museum, im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gebetbuch "Himmlisches Jerusalem" von Freidrich Mibes (1766) in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Claudia Miklis, Dr. Hermann Arnhold, Dr. Norbert Köster, Matthias Löb, Markus Lewe, Prof. Dr. Michael Quante und Prof. Dr. Markus Müller bei der Pressekonferenz im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) zur Vorstellung der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Mann mit Schaf" von Pablo Picasso in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Bronze-Figuren von Auguste Rodin in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • "RIP_Im Westen nichts Neues II" von Tatjana Doll nach "Guernica" von Pablo Picasso in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Mann mit Schaf" von Pablo Picasso in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Mann mit Schaf" von Pablo Picasso in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Lithografie "Jugend" von Pablo Picasso in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Videoinstallation in der Ausstellung "Picasso zwischen Guernica und Friedenstaube" im Kunstmuseum Pablo Picasso (Picassomuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Schwedischer Löwe vom Friedensmahl, Nürnberg, in der Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Darstellung des einstigen Friedensdenkmal in Münster in der Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Dr. Hermann Arnhold in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • "Allegorie der guten Regierung" in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • "Pax (Allegorie des Friedens)" von einem unbekannten Künstler in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Graphikmappe Pax von Otto Piene in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Der Frieden kommt um die Menschen zu trösten und ihnen den Wohlstand zurückzubringen" von Eugène Delacroix in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bronze-Figuren von Auguste Rodin in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto vom Kniefall von Willy Brandt in Warschau in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Kurator Dr. Gerd Dethlefs vor dem Bild "Beschwörung des spanisch-niederländischen Friedens 1648" von Gerhard ter Borch in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Titelseiten der Zeitschrift Spiegel in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Lichtinstallation von Yael Bartana in der Ausstellung "Wege zum Frieden" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Sarkophag mit Gutem Hirten und Apostelkollegium in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Weihrauchfass des Gozbertus in der  Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • Madonna della Pace in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

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  • "Jeanne d'Arc", Kopie nach Simon Vouet in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • "Gottfried von Bouillon vertreibt die Heiden aus Jerusalem" von Heinrich Anton Mücke in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Entwurf der Tiara von Papst Paul VI. von Pino Creperio in der Ausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden?" im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eirene des Kephisodot, ein getönter Gipsabdruck und Teilkrekonstruktion, in der Ausstellung "Eirene/Pax - Frieden in de Antike", Archäologisches Museum, im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ploutosknabe inder Ausstellung "Eirene/Pax - Frieden in de Antike", Archäologisches Museum, im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ausstellung "Eirene/Pax - Frieden in de Antike", Archäologisches Museum, im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Modell des Marsfeldes von Rom mit Friedensaltar, sogenannter Sonnenuhr und Mausoleum des Augustus in der Ausstellung "Eirene/Pax - Frieden in de Antike", Archäologisches Museum, im LWL-Museum für Kunst und Kultur (Landesmuseum) im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.

    Foto: Gunnar A. Pier

Das Thema Versöhnung spielte auch für Christian Zumkley eine Rolle, der privat für sich unter anderem die „Dessauer Glocke“ fotografierte. Sie wurde 1990 aus Waffen der aufgelösten Armee der DDR gegossen und steht vor dem LWL-Museum am Domplatz. „Von solchen Glocken könnte man noch ein paar mehr machen“, meinte er. „Wenn man bedenkt, wie oft es schon mit dem Frieden versucht wurde und es nicht geklappt hat.“ Das Thema sei aktuell, weil es Kriege gebe – „in Syrien, im Jemen und anderswo“.

Frieden stehe als Thema gut in Verbindung mit dem Katholikentag

Einen Blick auf das Künstlerische hatten Frank und Michaela Möllmann im Picasso-Museum: „Bei Picasso floss das Thema Krieg in seine Kunst ein. Es war nicht vorab bestimmend“, sagte Michaela Möllmann. Vielleicht habe er sich im Sinne „der eigenen Sicherheit gegenüber den Oberen“ für den zweiten Blick des Betrachters ausdrücken wollen. Die Eheleute betonten, dass „Frieden“ als Thema gut in Verbindung mit dem Katholikentag stehe und dessen Motto „Suche Frieden“.

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