Flohmarktsaison legt Bilderbuchstart hin
„Marktwirtschaft im Kleinen“

Münster -

Die Flohmarktsaison 2018 in Münster ist eröffnet. Tolles Wetter und eine super Stimmung waren die Begleiter.

Dienstag, 22.05.2018, 07:05 Uhr

Auch Kindern macht das Handeln auf dem Flohmarkt sichtlich Spaß. Die Saison 2018 legte am Samstag einen Bilderbuchstart hin.
Auch Kindern macht das Handeln auf dem Flohmarkt sichtlich Spaß. Die Saison 2018 legte am Samstag einen Bilderbuchstart hin. Foto: Oliver Werner

„Das ist Marktwirtschaft im Kleinen.“ Stephan Keuter liebt den Flohmarkt. Zum dritten Mal hat der Nienberger auf der Promenade einen Stand aufgebaut und bietet alles an, was er zu Hause nicht mehr benötigt: Porzellan, Schmuck, Krimskrams. Nach fast vier Stunden Handeln über Preise zieht er eine Zwischenbilanz: „Kleidung, Bücher und ­Technik gehen immer.“ Und noch etwas hat der Flohmarkt-Händler verinnerlicht: „Je eher, desto besser.“ Zwar beginnt der Betrieb an den Flohmarktsamstagen offiziell erst um 8 Uhr, aufgebaut werden die Stände aber um 6 Uhr. „Um 6.30 Uhr sind dann die richtigen Schnäppchenjäger unterwegs.“

Beim ersten Flohmarkt­termin in diesem Jahr sind es besonders viele, denn das Wetter spielt mit. Es ist ­trocken. Bei trockenem Wetter sind auch besonders viele Textlilien im Angebot, häufig fein säuberlich nach ­Größe sortiert. So auch am Stand des FH-Studenten Janush Vashistha. Gemeinsam mit vier Freunden betreibt er einen Doppelstand und hofft, 300 bis 500 Euro einzunehmen. „Es lohnt sich, alle zwei bis drei Minuten geht was weg.“

Vashistha ist das zweite Mal mit von der Partie, ­wobei er schnell hinzufügt: „Beim letzten Mal habe ich keinen Stand bekommen.“ Die Nachfrage ist größer als der zur Verfügung stehende Platz. Kein Wunder, wenn man auch schon mal richtige Glücksgriffe tätigen kann. Der Student berichtet: „Einmal haben wir eine kaputte Lampe verkauft, obwohl wir Wetten darauf abgeschlossen hatten, dass niemand so etwas kauft.“

Groß ist am Samstag auch das Angebot an Spielzeug und DVDs. Auf dem freien Teil des Flohmarktes auf dem alten Lindenhofareal findet man sogar ausrangierte Teppiche und viele Möbel.

Der Flächenbedarf des Flohmarktes ist inzwischen so groß, dass das benach­barte Bodenrelief des Künstlers Martin Boyce gesichert werden muss. „Dies ist keine Verkaufsfläche“, heißt es an den Absperrungen.

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