Spieler müssen Rollsportfeld verlassen
Bike-Polo-Turnier vor dem Aus

Münster -

Zum vierten Mal findet an diesem Wochenende der „Bike Polo Cup“ statt. Die münsterischen Spieler, die das Event ausrichten, fürchten, dass es das letzte Turnier in Münster sein wird. Denn sie dürfen ab Herbst nicht mehr das Rollsportfeld des Hochschulsports nutzen.

Donnerstag, 12.07.2018, 20:01 Uhr

Christoph Demerath, Ben Griesche und David Oltsch (v.l.) können ab Herbst nicht mehr das Rollsportfeld des Hochschulsports am Horstmarer Landweg für ihre Bike-Polo-Spiele nutzen.
Christoph Demerath, Ben Griesche und David Oltsch (v.l.) können ab Herbst nicht mehr das Rollsportfeld des Hochschulsports am Horstmarer Landweg für ihre Bike-Polo-Spiele nutzen. Foto: Oliver Werner

An diesem Wochenende wird in Münster zum vierten Mal der „Bike Polo Cup“ ausgetragen. Zwei Tage lang kämpfen 16 Teams aus ganz Deutschland auf dem Rollsportfeld des Hochschulsports gegeneinander.

Die Vorfreude auf das Event ist beim Veranstalter, dem münsterischen Bike-Polo-Verein, allerdings nicht ungetrübt: Ab Herbst wird dem Team das Rollsportfeld am Horstmarer Landweg nicht mehr zur Verfügung stehen – und eine Ausweichspielfläche ist derzeit nicht in Sicht. Ob es in Münster den „Bike Polo Cup“ im kommenden Jahr erneut geben wird, ist damit völlig ungewiss.

„Unser Team hatte vor einigen Jahren das Glück, das Rollsportfeld des Hochschulsports mitnutzen zu dürfen und damit zu einem Teil des Hochschulsport-Angebotes zu werden“, sagt David Oltsch von Bike-Polo Münster, das zum Radsportverein Münster gehört. Für sein Team sei das damals „ein großer Schritt“ gewesen – gerade in sportlicher Hinsicht. Ausrichter eines bundesweit beachteten Turniers zu werden – davon habe man lange nur geträumt.

Traum droht zu zerplatzen

Doch dieser Traum scheint nun wie eine Seifenblase zu zerplatzen. Zunächst auf inoffiziellem Weg habe er davon erfahren, dass die Bike-Polo-Sportler das Gelände bis Herbst räumen müssen, berichtet Oltsch. Auf eine offizielle Bestätigung habe man lange warten müssen, sie habe die Sportler erst vergangene Woche erreicht: Der Platz wird im Oktober geschlossen, teilte der Hochschulsport mit.

„Zum Glück können wir unser Turnier an diesem Wochenende noch veranstalten“, sagt Oltsch. Doch eine Wiederauflage 2019 stehe in den Sternen. Geeignete Spielflächen seien nur schwer zu finden. Und habe man bei der Suche Erfolg, dann müssten solche Flächen mit viel Aufwand Bike-Polo-gerecht gestaltet werden – „was auch eine Menge Geld kostet“, wie er sagt.

Acht gegen Tausende

Der Leiter des Hochschulsports, Jörg Verhoeven, betont, dass er diese Sportart „genial“ findet und immer mal wieder beim Training vorbeischaue. Nur: „Die Bike-Polo-Spieler sind die einzigen, die das Feld derzeit noch nutzen.“ Um der großen Nachfrage nach Sportflächen gerecht zu werden, habe man sich daher entschieden, den Sport-Campus am Horstmarer Landweg grundlegend zu überplanen. Details stehen laut Verhoeven noch nicht fest. Wohl aber, dass das Rollsportfeld ab Oktober umgebaut werden soll.

„1600 Sportstudenten nutzen den Sportcampus, wir haben 22 000 Hochschulsport-Teilnehmer und weitere 4000 Studenten auf der Warteliste“, zählt Verhoeven auf. Mit der Umgestaltung des Rollsportplatzes für eine andere Nutzung reagiere man auf die große Nachfrage nach Angeboten des Hochschulsports.

Den Tausenden auf der Warteliste stehen insgesamt acht Spieler des Bike-Polo-Vereins Münster gegenüber – das Zahlenverhältnis spricht nicht wirklich für den Erhalt des Platzes. Immerhin: „Mir tut es um die Truppe leid“, sagt Verhoeven und verspricht, gerne bereit zu sein, etwas für die Fahrradsportler zu tun. Die wiederum haben sich nun mit einem Appell an die Öffentlichkeit gerichtet: Wer einen geeigneten Platz besitze oder kenne, möge sich doch gerne melden, betont Oltsch.

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