Phänomen am Nachthimmel
Am Wochenende regnet es Sternschnuppen

Münster -

Erst Mondfinsternis, jetzt Sternschnuppenregen: Ein Phänomen jagt derzeit das nächste am Nachthimmel. Wie, wo und wann sich das Spektakel am besten beobachten lässt und was überhaupt hinter dem Naturschauspiel steckt, erfahren Sie hier.

Freitag, 10.08.2018, 19:23 Uhr

Phänomen am Nachthimmel: Am Wochenende regnet es Sternschnuppen
Hunderte Sternschnuppen schwirren am Wochenende durch den Nachthimmel. Foto: dpa

Es ist noch gar nicht lange her, da ließ die Mondfinsternis die Köpfe der Münsteraner in den Nacken sinken. Und an diesem Wochenende gibt es wieder einen guten Grund, die Aufmerksamkeit gen Himmel zu wenden. In der Nacht von Sonntag auf Montag (12./13. 8.) erwarten Astronomen einen regelrechten Sternschnuppenregen. Der jährlich auftretende Meteorstrom erreicht dann seinen Höhepunkt.

So schön war die Mondfinsternis in Münster

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  • Die Mondfinsternis in der Nacht von Freitag auf Samstag zog viele Menschen an. Hunderte sahen das Spektakel der Sternenfreunde und des Naturkundemuseums auf den Aaseewiesen.

    Foto: Oliver Werner
  • Mit Teleskopen und Kameras ausgerüstet beobachteten sie das seltene Naturschauspiel.

    Foto: Oliver Werner
  • Aber auch an anderen Plätzen der Stadt versuchten viele Mondfreunde einen Blick auf den Erdtrabanten zu erhaschen.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Aasee und in den Rieselfeldern war teilweise kein Durchkommen mehr.

    Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Mondfinsternis 2018 Foto: Oliver Werner
  • Einige Kinder durften extra lange wach bleiben.

    Foto: Jan Hullmann
  • Mitglieder des Vereins Sternfreunde Münster hatten ihre Teleskope aufgebaut und stellten sie Neugierigen zur Verfügung.

    Foto: Jan Hullmann
  • Hunderte Naturbegeisterte kamen am späten Abend auf den Aaseewiesen in der Nähe des Planetariums zusammen.

    Foto: Jan Hullmann
  • Blassrot zeigte sich der Mond gegen 22.30 Uhr.

    Foto: Jan Hullmann
  • Auch der rote Mars war jetzt über den Baumwipfeln zu entdecken.

    Foto: Jan Hullmann
  • Gegen 22.30 flog die Internationale Raumstation ISS (oben in der Mitte) über die Köpfe der Schaulustigen an den Aaseewiesen hinweg.

    Foto: Jan Hullmann
  • Die große Show aber gehörte Mond (oben) und Mars (unter dem Baukran).

    Foto: Jan Hullmann
  • Ab etwa 23.15 Uhr trat der Mond langsam wieder aus dem Kernschatten der Erde aus.

    Foto: Jan Hullmann
  • Momentaufnahme von der totalen Mondfinsternis: Das Bild entstand am Ortsrand von Nienberge mit Blick 
    über die Felder in Richtung Münster kurz vor Ende der totalen Phase. Zum verfinsterten Mond gesellte sich noch der Mars in seiner maximalen Helligkeit. 

    Foto: Joachim Hilpert

Bis zu 100 Sternschnuppen in einer Stunde

Das Maximum ist in der Nacht zum Montag erreicht. Theoretisch kann man an dem Abend bis zu 100 Sternschnuppen in einer Stunde sehen, sagt Bianca Fialla, Sprecherin des Planetariums Münster. Weil das Sichtfeld des Menschen jedoch nicht alle erfasst, ist die tatsächliche Zahl aber geringer. Die Perseiden sollen mit einer Geschwindigkeit von 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre eindringen und dort verglühen.

„Der Mond ist am Sonntagabend eine schmale Sichel“, erklärt Ewald Segna vom Verein Sternfreunde Münster. Wenig Licht ist die ideale Voraussetzung für gute Sicht auf die Sternschnuppen. Am besten sei sie zwischen 1 Uhr und dem Morgengrauen außerhalb der Stadt. „Gehen Sie von Münster aus in die Bauerschaften gen Norden – fern von Fremdlicht“, rät Segna.

Ferngläser zu Hause lassen

Außerdem solle man eine Decke mitbringen. Unter dem wolkenlosen Himmel könne es schnell frisch werden. Auf Ferngläser könne man hingegen verzichten: „Mit dem bloßen Auge sieht man mehr“, sagt Segna. In diesem Jahr soll der Schnuppenschauer besonders spektakulär ausfallen: „Diesmal kommen die Perseiden frontal auf die Erde zu geschossen, wenn dann noch das Wetterverhältnis gut ist, wird es brutal!“, so der Sternfreund.

Sternschnuppen

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  • Sternschnuppen der Perseiden am Nachthimmel. Auslöser sind abgelöste Stückchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle

    Foto: dpa/Oliver Berg
  • Eine Sternschnuppe leuchtet am Nachthimmel am 11.08.2013 über dem Landkreis Oder-Spree nahe Sieversdorf (Brandenburg) auf. Am Wochenende sollen besonders viele Sternschnuppen vom Himmel herunterregnen.

    Foto: Patrick Pleul
  • Sternenhimmel über dem brandenburgischen Petersdorf.

    Foto: Patrick Pleul
  • Eine Sternschnuppe am Sternenhimmel bei Klosterlangheim.

    Foto: Marcus Führer
  • Drei Sternschnuppen ziehen ihre Bahnen.

    Foto: Z1060 Wolfgang Wittchen
  • Foto: dpa
  • Foto: dpa
  • Foto: dpa
  • Foto: dpa
  • Foto: dpa

Staubteilchen, sogenannte Perseiden, bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn jedes Jahr um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Die Staubteilchen treffen dabei mit hoher Geschwindigkeit auf die Atmosphäre und bringen so die Luftmoleküle zum Leuchten. Die Perseiden verdanken ihrem scheinbaren Ausgangspunkt, dem Sternbild Perseus, ihren Namen, berichtet der Amateurastronom Segna. 

Keine Sternschnuppen-Events 

Zu diesem jährlichen Ereignis haben weder Sternfreunde, noch das Planetarium Sonderveranstaltungen geplant. „Dieses Ereignis sollte man als Einzelbeobachter mit dem Partner genießen“, rät Fialla. "Am besten am Montag freinehmen und die ganze Nacht auf dem Feld verbringen" lautet Segnas Geheimtipp. Nachzügler des Meteorstroms können laut Fialla aber noch bis zum 24. August zu sehen sein.

Mondfinsternis

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  • Rheinland-Pfalz, Bernkastel-Trier: Der rötliche Vollmond steht über der Jugendherberge. Bei der längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts taucht der Mond in den Erdschatten ein.

    Foto: Harald Tittel
  • Berlin: Rot leuchtet der Mond bei der totalen Mondfinsternis, während langsam die Dunkelheit abnimmt.

    Foto: Paul Zinken
  • Polen, Warschau: Der Mond erscheint neben der Statue der Siegesgöttin Nike.

    Foto: Alik Keplicz
  • Österreich, Salzburg: Der rötlich gefärbte Vollmond erhebt sich über der Festung Hohen Salzburg während einer kompletten Mondfinsternis.

    Foto: Barbara Gindl
  • Tschechien, Brünn: Menschen schwimmen in einem Pool und betrachten den rötlichen gefärbten Vollmond.

    Foto: Monika Hlaváèová
  • Tschechien, Brünn: Menschen spielen mit ihren Schatten, die auf eine Nachbildung des Blutmondes fallen.

    Foto: Monika Hlaváèová
  • Brasilien, Rio de Janeiro: Der rötlich gefärbte Vollmond erhebt sich neben einer Palme am Strand von Arpoador

    Foto: Silvia Izquierdo
  • Spanien, Ujue: Menschen warten neben ihren Kameras, um den Vollmond zu fotografieren.

    Foto: Alvaro Barrientos
  • China, Hongkong: Sterngucker benutzen Teleskope, um den Mond zu beobachten.

    Foto: Kin Cheung
  • China, Hongkong: Der rötlich gefärbte Vollmond erhebt sich über dem Victoria Harbour.

    Foto: Kin Cheung
  • Italien, Mailand: Der rötlich gefärbte Vollmond durch die Türme der gotischen Kathedrale des Doms gesehen.

    Foto: Luca Bruno
  • Malaysia, Kuala Lumpur: Der rötlich gefärbte Vollmond erhebt sich über dem Petronas Twin Tower.

    Foto: Yam G-Jun
  • Zypern, Ergates: Der rötlich gefärbte Vollmond erhebt sich über einer christlich-orthodoxen Kirche im Ergates Dorf nahe der Hauptstadt Nikosia.

    Foto: Petros Karadjias
  • Niedersachsen, Norderney: Touristen sitzen vor der Milchbar an der Strandpromenade, während im Hintergrund der teilweise blutrote Mond zu erkennen ist.

    Foto: Hauke-Christian Dittrich
  • Baden-Württemberg, Staufen im Breisgau: Der rötlich gefärbte Vollmond steht über dem Burg Staufen.

    Foto: Bernhard Seitz
  • Bayern, Füssen: Die Kombo zeigt die verschiedenen Phasen der Mondfinsternis von der beginnenden Verdunkelung (l-r) über die Totalität bis zum Austritt aus dem Schatten.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Niedersachsen, Norderney: Touristen beobachten am Norderneyer Kap auf den Dünen der Insel den Mondaufgang.

    Foto: Hauke-Christian Dittrich
  • Baden-Württemberg, Freiburg: Der rötlich gefärbte Vollmond steht neben einer Figur vor dem Freiburger Münster.

    Foto: Patrick Seeger
  • Berlin: Der Erdschatten verdunkelt den Vollmond neben dem Fernsehturm.

    Foto: Gregor Fischer
  • Hessen, Frankfurt am Main: Ein Flugzeug hinterlässt seine Leuchtspuren am dunstigen Himmel über der Stadt, während der rötlich gefärbte Vollmond zu sehen ist.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • Hessen, Frankfurt am Main: Der Mond erscheint hinter einem älteren Werbelogo in Form einer Krone auf dem Dach eines Hauses in der Innenstadt.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • Nordrhein-Westfalen, Duisburg: Der rötlich gefärbte Vollmond ist über der Landmarke "Tiger and Turtle" zu sehen.

    Foto: Christoph Reichwein
  • Rheinland-Pfalz, Klausen: Der rötlich schimmernde Vollmond steht über der Wallfahrtskirche.

    Foto: Harald Tittel
  • Hessen, Frankfurt am Main: Zwischen einem Baukran und einem Gebäude in der Innenstadt ist der rötlich gefärbte Vollmond zu sehen.

    Foto: Frank Rumpenhorst
  • Hessen, Frankfurt am Main: Der rötlich gefärbte Vollmond steht über einem markanten Bürogebäude der Mainmetropole.

    Foto: Andreas Arnold
  • Baden-Württemberg, Heidelberg: Der Erdschatten verdunkelt den Vollmond.

    Foto: Uwe Anspach
  • Nordrhein-Westfalen, Köln: Schaulustige warten auf der Hohenzollernbrücke auf die Mondfinsternis.

    Foto: Oliver Berg
  • Nordrhein-Westfalen, Köln: Der rötlich gefärbte Vollmond ist neben einer Hausfassade zu sehen.

    Foto: Oliver Berg
  • Sachsen, Dresden: Der Vollmond ist hinter einer Mattielli-Statue auf der katholischen Hofkirche zu sehen.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • Hamburg: Der Mond geht über den Kränen des Containerterminals Eurogate auf.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • Berlin: Zahlreiche Menschen meditieren auf dem Drachenberg vor Beginn der Mondfinsternis in Richtung der untergehenden Sonne.

    Foto: Paul Zinken
  • Bayern, München: Der Mond ist während der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts auf dem Monitor eines Teleskops der Volkssternwarte zu sehen.

    Foto: Felix Hörhager
  • Bayern, München: Der Mond ist während der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts auf einem kleinen Monitor in der Nähe des Okulars eines Teleskops der Volkssternwarte zu sehen.

    Foto: Felix Hörhager
  • Hamburg: Schaulustige stehen mit Kameras im Hamburger Hafen und warten auf den aufgehenden Mond.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • Bayern, München: Zahlreiche Menschen beobachten am Olympiaberg die Mondfinsternis mit dem rötlichen Vollmond.

    Foto: Matthias Balk
  • Mondfinsternis Foto: Matthias Balk
  • Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen: Sterngucker haben sich auf der Halde Hoheward eingefunden, um die Mondfinsternis zu verfolgen.

    Foto: Jana Bauch
  • Rheinland-Pfalz, Koblenz: Der Vollmond ist während der Mondfinsternis am Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm am Deutschen Eck zu sehen.

    Foto: Thomas Frey
  • Berlin: Der Vollmond taucht über der Oberbaumbrücke über der Spree auf, während Berliner sich am Spreeufer ein Feuerwerk anschauen.

    Foto: Gregor Fischer
  • Berlin: Der Vollmond taucht über der Oberbaumbrücke auf.

    Foto: Gregor Fischer
  • Berlin: Der Vollmond über der Oberbaumbrücke an der Spree während Berliner am Ufer sitzen und den Abend genießen.

    Foto: Gregor Fischer
  • Bayern, Füssen: Der Erdschatten schiebt sich über den rötlichen Vollmond. Bei der längsten Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts taucht der Mond in den Erdschatten ein.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Hamburg: Schaulustige stehen mit Kameras im Hamburger Hafen und warten auf den aufgehenden Mond.

    Foto: Daniel Reinhardt
  • Sachsen, Dresden: Der aufgehende Mond ist hinter dem vergoldeten Posaunenengel Fama zu sehen.

    Foto: Sebastian Kahnert
  • Griechenland, Athen: Der Vollmond geht über der Akropolis auf.

    Foto: Aristidis Vafeiadakis
  • Baden-Württemberg, Rottweil: Der Erdschatten schiebt sich über den rötlichen Vollmond.

    Foto: Silas Stein
  • Berlin: Der Vollmond über der Oberbaumbrücke an der Spree.

    Foto: Gregor Fischer
  • Baden-Württemberg, Heidelberg: Besucher schauen auf der Pfaffengrunder Terasse in der Bahnstadt durch ein Teleskop in den Himmel.

    Foto: Uwe Anspach
  • Mondfinsternis Foto: Sebastian Kahnert
  • Mondfinsternis Foto: Sebastian Kahnert
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