„Auskömmliche Unterfinanzierung“

Mi., 01.02.2012

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FH und Uni unterzeichnen Vereinbarung mit dem Land

„Auskömmliche Unterfinanzierung“ : FH und Uni unterzeichnen Vereinbarung mit dem Land

Sie besiegelten gestern die Zielvereinbarung v. l.): Prof. Dr. Holger Burckhart (Uni Siegen), Prof. Dr. Ute von Lojewski, Svenja Schulze, Prof. Dr. Ursula Nelles und Prof. Dr. Norbert Roeder. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Münster - Mit bis zu 4,5 Milliarden Euro finanziert das Land Nordrhein-Westfalen bis 2015 die Hochschulen.

Von Klaus Baumeister

Zahlen sind zumeist eine ambivalente Angelegenheit, auch die Zahl 4,5 Milliarden. Sie bezeichnet – in Euro – die „jährliche Grundfinanzierung“, mit der das Land Nordrhein-Westfalen bis 2015 die Hochschulen unterstützt.

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Derzeit ist die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze unterwegs, um gemeinsam mit Vertretern der Hochschulen die „Ziel- und Leistungsvereinbarungen 2012-2013“ zu unterzeichnen – immer auf der Basis der 4,5 Milliarden. Gestern nun waren bei einem Termin im münsterischen Schloss die Universität Münster, die Fachhochschule Münster sowie die Universität Siegen an der Reihe. Münsters Uni-Rektorin Prof. Dr. Ursula Nelles verkündete dabei – mit ironischem Unterton – die Sprachregelung, mit der die Hochschulrektoren die Zahl kommentieren: „Eine auskömmliche Unterfinanzierung.“

Ministerin Schulze hob im Gegenzug hervor, dass diese Summe zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber auch bereits für das Jahr 2015 zugesagt werde. „Das gibt Planungssicherheit.“

Darüber hinaus lobte die Ministerin Universität und Fachhochschule in Münster ganz ausdrücklich. Die FH sei „eine der leistungsstärksten und ambitioniertesten Hochschulen in Nordrhein-Westfalen“, die Uni könne große Erfolge im Bereich der Exzellenzinitiative für sich verbuchen.

Namentlich erwähnt wurde von ihr die Mediziner-Ausbildung. Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor des Universitäts-Klinikums, bezeichnete die münsterischen Uni-Mediziner in diesem Zusammenhang als „Nummer 1 in NRW“. Daran werde sich auch nichts ändern.

Nelles und die FH-Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski nutzten den gemeinsamen Termin gestern auch, um eine Kooperation beider Hochschulen im Bereich der Promotionen zu besiegeln. Da Fachhochschulen kein eigenes Promotionsrecht haben, helfe die Kooperation der FH dabei, „die guten Leute nicht zu verlieren“, so von Lojewski.


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