Führungswechsel an der Uni
Do., 16.02.2012
Die Uni hat wieder einen Kanzler
Matthias Schwarte wird neuer Kanzler der Universität, Dr. Marianne Ravenstein (l.) hauptberuflich Prorektorin für Lehre. Rektorin Prof. Ursula Nelles gratulierte zur Wahl im Senat.
Münster -
Matthias Schwarte wird neuer Kanzler der Universität. In einer zweiten Abstimmung segnete der Senat auch die Wahl von Dr. Marianne Ravenstein als hauptberufliche Prorektorin für Lehre und studentische Angelegenheiten der Universität ab.
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Amtlich ist es erst, wenn Matthias Schwarte seine Ernennungsurkunde entgegen nehmen wird. Aber seit der Abstimmung gestern Nachmittag im Senat der Universität steht seiner beruflichen Zukunft als Kanzler der Hochschule nichts mehr im Wege. Am vergangenen Freitag hatte den amtierenden Finanzdezernenten Schwarte bereits der Hochschulrat in das Spitzenamt als Verwaltungschef gewählt. Jetzt stimmte der Senat zu. 18 von 21 Mitgliedern sagten „ja“ zum Personalvorschlag Schwarte, zwei Mitglieder enthielten sich, es gab eine Nein-Stimme.
In einer zweiten Abstimmung segnete der Senat auch die Wahl von Dr. Marianne Ravenstein als hauptberufliche Prorektorin für Lehre und studentische Angelegenheiten der Universität ab. Sie, die bereits das Amt seit über fünf Jahren nebenberuflich wahrnimmt, erhielt 20 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Die Umfangreichen Aufgaben auf diesem Feld lassen sich nach Einschätzung von Senat und Hochschulrat nicht mehr nebenberuflich wahrnehmen. Die Position ist nun in der Universitätsverfassung festgeschrieben.
An der Universität war nach nur drei Jahren die Position des Kanzlers wieder frei geworden, nachdem Dr. Stefan Schwartze als Vorstandsmitglied am Deutschen Geoforschungszentrum nach Potsdam gewechselt war. Matthias Schwarte (43) ist seit Juni 2009 Dezernent für Finanzen und Controlling an der WWU. Der aus Lingen stammende Diplom-Kaufmann hat Betriebswirtschaftslehre mit juristischem Schwerpunkt an der Uni Oldenburg studiert. Bevor Matthias Schwarte zur WWU wechselte, war er in der Privatwirtschaft, zuletzt als Leiter der Abteilung „Public-Financial Management“ für IBM Deutschland tätig. Seit November 2011 ist Schwarte kommissarischer Kanzler der Universität Münster.
Zwei Fragen an Matthias Schwarte
Die Universität hat ein Haushaltsdefizit von voraussichtlich fast 17 Millionen Euro. Wie wollen sie in der Verwaltung zur Konsolidierung beitragen?
Schwarte: Ich sehe in der Verwaltung durchaus Potenzial zur Konsolidierung, das heißt aber nicht, dass wir Stellen abbauen müssen. Es wird notwendig sein, Aufgaben anders zu verteilen, und wir müssen vermeiden, angesichts neuer Aufgaben automatisch neue Stellen aufzubauen.
Wann wird der Haushalt der Universität wieder ausgeglichen sein?
Schwarte: Ich hoffe, schon im nächsten, ganz bestimmt im übernächsten Jahr. Die Effekte der Sparanstrengungen 2001 haben sich für den aktuellen Wirtschaftsplan noch nicht so stark durchgesetzt. Das wird aber geschehen. Und ich bin sicher, dass die ganze Universität mitzieht.
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