Mi., 29.11.2017

Hochschulentwicklungsplan Uni macht sich fit für die Zukunft

Uni-Rektor Johannes Wessels

Uni-Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels Foto: Oliver Werner

Münster - 

Die Universität macht sich fit für die Zukunft. Der Senat hat am Mittwochabend über den Hochschulentwicklungsplan diskutiert. Der fasst eine Reihe von Zielen und Maßnahmen zusammen.

Von Martin Kalitschke

Neue englischsprachige Studiengänge, Alternativangebote zum Vollzeitstudium, neue Impulse für die Lehre, mehr Digitalisierung, stärkeres Werben um die besten Wissenschaftler und noch mehr exzellente Forschung: Mit einem umfassenden Maßnahmenpaket will sich die Universität Münster fit für die Zukunft machen. „Hochschulentwicklungsplan“ heißt das Dokument, in dem die Universität ihre Gesamtstrategie für die nächsten fünf Jahre zusammenfasst. Es ist das erste Mal, dass ein Rektorat einen solchen Plan vorlegt.

Zu den Vorhaben, die die Hochschule in den kommenden Jahren angehen will, gehören auch große Bauvorhaben. So betont das Rektorat, dass die Arbeiten für den „Campus der Religionen“ neben dem Hüfferstift im kommenden Jahr starten und 2022 abgeschlossen sein sollen. Evangelische, Katholische und Islamische Theologie sollen dort künftig in einem zentralen Gebäudekomplex vereint sein.

Der Campus soll ein Studien- und Forschungsort für 1500 Studierende und 200 Wissenschaftler werden, eine hier ebenfalls entstehende Bibliothek wird Platz für rund 600.000 Bücher bieten. Nebeneffekt des neuen Campus: Die „Überbelebung der Innenstadt“ kann durch die Verlagerung von Teilbereichen zum neuen Campus beseitigt werden, so das Rektorat.

Eine Premiere

Das Zentrum der Islamwissenschaften soll bei Einweihung des Campus bereits den Status einer Fakultät haben. Die entsprechenden Anträge werden zurzeit erarbeitet, heißt es an der Universität. Eine Islamisch-Theologische Fakultät wäre in Deutschland eine Premiere, an der Uni Münster wäre sie der 16. Fachbereich.

Um sich in Forschung und Lehre noch besser aufzustellen, sind noch weitere Großbaumaßnahmen geplant – oder befinden sich bereits kurz vor der Fertigstellung. Das 42 Millionen Euro teure Nanowissenschaftszentrum (SON) ist 2018 bezugsfertig, weitere 62 Millionen kostet das neue Bildgebungszentrum (MIC). Beide Gebäude werden die internationale Sichtbarkeit der Universität noch einmal verstärken, so das Rektorat.

Baubeginn in den nächsten fünf Jahren

Ein Tagungs- und Konferenzzentrum soll auf einem Musikcampus unweit des Coesfelder Kreuzes entstehen. Der Hochschulentwicklungsplan spricht von einem Baubeginn in den nächsten fünf Jahren. Das Vorhaben befindet sich aktuell in der Prüfphase. In Zukunft sollen hier unter anderem internationale wissenschaftliche Kongresse für bis zu 1500 Teilnehmer stattfinden.

Ein „Haus der Studierendenservices“ wird im Schlossgarten entstehen. Hier sollen unter anderem Zentrale Studienberatung, Studierendensekretariat und das internationale Zentrum „Die Brücke“ einziehen. Die Bauarbeiten werden laut Uni 2018 starten.

Mehr zum Thema

Hochschulentwicklungsplan: Mit Wissenstransfer gegen „alternative Fakten“

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5322029?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F57383%2F