Fr., 29.06.2012

Ein Bein in der Falle Tierquälerei am Schürkamp: Katze schwer verletzt

Ein Bein in der Falle : Tierquälerei am Schürkamp: Katze schwer verletzt

Immer noch muss Katze „Minou“ um die Vorderpfote einen Verband tragen. Foto: mfe

Münster-Mecklenbeck - 

Katze „Minou“ hat zurzeit Hausarrest. Vorbei ist es mit den gemütlichen Streifzügen durch das Wohngebiet rund um den Schürkamp – der kleine Grautiger muss sich erholen. „Minou“ kam Mitte Juni schwer verletzt mit einer Falle am Bein nach Hause.

Von Marion Fenner

„Mein Mann hat sie entdeckt“, berichtet Natalie Haas. Das Bein war fürchterlich gequetscht und die Haut abgerissen. „Die Falle war kaum zu öffnen, wir hatten Angst, dem Tier noch mehr Schmerzen zuzufügen.“ Der Tierarzt habe festgestellt, dass die Nerven betroffen und das Gewebe geschädigt worden sei, aber glücklicherweise sei nichts gebrochen gewesen.

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„Trotzdem bestand die Gefahr, dass das Bein nicht gerettet werden konnte.“

Natalie Haas

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Eigentlich ist es am Schürbusch idyllisch

„Wir haben ,Minou‘ seit acht Jahren. Sie ist immer draußen gewesen, wir sind davon ausgegangen, dass sie sich dort sicher fühlen kann.“ Kinder spielen draußen, Autos fahren langsam – eigentlich ist am Schürkamp  alles sehr idyllisch und auf den ersten Blick ungefährlich. „Dass jemand eine Falle aufstellt, damit haben wir im Leben nicht gerechnet.“

„Minou hat kein großes Revier“, sagt Natalie Haas, die die Tat sofort bei der Polizei angezeigt hat. „Wir müssen davon ausgehen, dass die Falle in der Nachbarschaft gestanden hat.“ Das sei nicht nur für Tiere gefährlich, auch für Kinder, warnt die Mecklenbeckerin. Was für eine Falle das war, in die „Minou“ getapst ist, konnten die Polizeibeamten übrigens nicht sagen. „Eine Mause- oder Rattenfalle war es nicht“, ist sich Natalie Haas sicher. „Wir hoffen nicht, dass sie gezielt für Katzen aufgestellt wurde.“

Ärztliche Versorgung

Mehrere Tage musste „Minou“ übrigens beim Tierarzt verbringen, für jeden Verbandswechsel war eine Vollnarkose erforderlich. Erst langsam geht es dem Vierbeiner wieder besser. Bis die Stubentigerin allerdings wieder nach draußen darf, werden wohl noch einige Wochen vergehen. Familie Haas hofft, dass der Tierquäler gefunden wird – die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

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