Hochschule Münster

Mo., 01.12.2008

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NRW-Semesterticket: Mehrheit verfehlt

Auch zum kommenden Semester wird es kein NRW-Ticket geben. (Gunnar A. Pier)

Münster - Zum Jubeln gibt vor allem die Resonanz Anlass. Ein Drittel aller Studierenden der Universität, so viel wie seit Menschengedenken nicht in Münster, haben sich in diesem Jahr in der vergangenen Woche an den Wahlen zum Studierendenparlament...


Münster - Zum Jubeln gibt vor allem die Resonanz Anlass. Ein Drittel aller Studierenden der Universität, so viel wie seit Menschengedenken nicht in Münster, haben sich in diesem Jahr in der vergangenen Woche an den Wahlen zum Studierendenparlament beteiligt.

Der Grund: Die Abstimmung über die Zukunft des Semestertickets hat so viele zu den Urnen getrieben, heißt es beim zentralen Wahlausschuss, der in der Nacht zum Samstag bis sechs Uhr morgens die Stimmen auszählte. Im vergangenen Jahr stimmten lediglich knapp 25 Prozent der Eingeschriebenen ab.

Das Quorum für die Einführung eines NRW-weit gültigen Semestertickets wurdezwar verfehlt - die Juso-Hochschulgruppe, die sich für die Ausweitung stark gemacht hatte, will nun aber versuchen, im Studierendenparlament trotzdem die Mehrheit der Stimmen für das Ticket zu bekommen, damit der AStA um Verhandlungen mit den Verkehrsbetrieben aufnehmen könne, beschreibt André Schnepper von der Juso-HSG die nächsten Schritte.

Die Bedingungen dafür liegen aber durch die Praxis an anderen NRW-.Hochschulen fest. Jeder Studierende müsste 37 Euro pro Semester zusätzlich zahlen, um im ganzen Land die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Lediglich 74 Prozent derjenigen, die abgestimmt haben, waren dafür. Ein Anteil von 88 Prozent wäre nötig gewesen, um das selbstgesteckte Ziel der Studierendenvertreter zu erreichen.

Ob sich dafür jedoch im neuen Studentenparlament eine Mehrheit findet, ist noch ungewiss. Außer den Jusos hatte sich keine der kandidierenden Listen uneingeschränkt für die Zwangsverpflichtung zum Kauf des NRW-Tickets ausgesprochen. Die Listen Attac Campus und das Unabhängige Fachschaftenforum appellierten eindeutig für ein "Nein". Die meisten anderen Listen favorisieren ein Optionsmodell.

Das aber steht gar nicht zur Diskussion. "Entweder nehmen alle das NRW-Ticket, oder niemand", stellen die Jusos klar, die in der Abstimmung "ein deutliches Zeichen" für das Ticket sehen.

Annemarie Schlicksupp, Leiterin des zentralen Wahlausschusses, sieht das "ganz persönlich" etwas anders. Etwa ein Viertel derejnigen, die abgestimmt haben, haben sich enthalten oder waren dagegen, sagt sie.


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