Hochschule Münster
Di., 08.07.2008
Studenten bauen Spielplatz in Ghana
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Münster. 5216 Kilometer trennen Münster und Accra, die Hauptstadt Ghanas. Genau dort hin werden bald 14 junge Münsteraner fliegen, um für ein Kinderprojekt einen Spielplatz und eine Computerschule zu bauen. Alles begann mit dem Seminar „Praxis der Entwicklungszusammenarbeit“ an der Uni Münster.
Angeleitet vom Bundestagsabgeordneten und Experten für Entwicklungszusammenarbeit Reinhold Hemker fand sich schnell eine Gruppe von Studenten, die den Entschluss fasste, für etwa zwei Monate nach Ghana zu gehen. Das Projekt „Kids Corner“ befindet sich in der Kleinstadt Hohoe im Osten Ghanas und wird seit einigen Jahren von dem Verein „Our Children e.V.“ aus Münster unterstützt. „Kids Corner“ ist eine Nachmittagseinrichtung, die Kindern die Möglichkeit bietet, dort zu spielen, Hausaufgaben zu erledigen und Sport zu treiben, berichten die Studenten in einer Pressemitteilung. Über 3000 Kinder im Alter von fünf bis 16 Jahren waren bereits im „Kids Corner“ und haben dort viel gelernt und Selbstbewusstsein entwickeln können.
Die Studentengruppe freut sich schon sehr darauf, das Projekt aktiv unterstützen zu können und gleichzeitig die ghanaische Kultur kennen zu lernen. Seit Monaten laufen die Vorbereitungen für die große Reise: Impfungen wurden aufgefrischt, Reisepässe und Visa beantragt, Flüge und Hotels gebucht, Moskitonetze gekauft.
„Kids Corner“ soll jetzt einen neuen Spielplatz und einen Computerraum bekommen. Jonas Feldmann, Mitglied bei „Our Children e.V.“, war schon mehrmals in Hohoe und kennt das Projekt und die vorhandenen Mittel: „Wir brauchen Baumaterial, wie Holz und Blech, Schrauben, Nägel, Zement, aber auch Computer, Bildschirme und Tastaturen.“ Die Kinder in Hohoe sollen den grundlegenden Umgang mit dem PC kennen lernen, also Schreiben, Rechnen oder mit Lernprogrammen spielen. Projektteilnehmerin Lisa Weichert erklärt: „Wir brauchen für diese Anforderungen nicht die neusten PC, auch langsame Computer mit veraltetem Betriebssystemen reichen völlig aus, um einen ersten Einstieg in die Welt der Bits und Bites zu ermöglichen.“
Aus diesem Grund hofft die Gruppe auf Unterstützung von Firmen und Privatpersonen aus Münster und Umgebung, die Hardware, welche nicht mehr genutzt wird, für einen guten Zweck spenden möchten. Auch über finanzielle Unterstützung freut sich die Gruppe.
Doch je mehr finanzielle Mittel zu Verfügung stehen, desto mehr lässt sich in Hohoe erreichen. „Die nötige Arbeitskraft und Willensstärke bringen wir mit“, versichert Projektteilnehmerin Hanna Hielscher,
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