Hochschule Münster

Mi., 01.09.2010

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Uni Münster: 38 000 Bewerber zum Wintersemester

Wer hier im Schloss in der Schlange steht, hat einen Zulassungsbescheid an der WWU erhalten. Bulldogge Peggy soll mit ihrem Herrchen, Jura-Student in spe, nach Münster ziehen.Foto: (kv)
Von Karin Völker

Münster - Theresa Yazigi hat ihren Wunsch-Studienplatz ergattert: Lehramt Deutsch und Religion. Die junge Frau aus Werne beginnt im Oktober ihr Studium an der Universität Münster, eine Wohnung hat sie auch schon gefunden. Konkurrenzangebote spielen für Theresa Yazigi keine Rolle. „Ich wollte am liebsten nach Münster.“

Das gilt auch für Mischa Kliege aus Düsseldorf, sagt dessen Vater Rudi, der an diesem Morgen in der Schlange im Flur des Schlosses hinter Theresa Yazigi steht, um den Sohn einzuschreiben. „Mischa ist krank“, sagt der Papa, „er konnte den Termin nicht wahrnehmen.“

Wenn die Vorlesungen im Wunschfach Landschaftsökologie beginnen, werde Mischa auf jeden Fall in Münster sein. „Ein Zimmer in einer WG hat Mischa auch schon gemietet“, erzählt Rudi Kliege. Der junge Mann hinter ihm aus dem Sauerland, angehender Jurastudent, weiß noch nicht, ob er in Münster wohnen wird. „Das liegt daran, ob Peggy mitkommen darf“, sagt er. Peggy ist nicht die blonde Freundin neben ihm, sondern seine weiß-braun gefleckte Bulldogge, die ungeduldig an der Leine zerrt. Vielleicht wird er also pendeln, auf jeden Fall aber nach Münster, nicht nach Bochum, wo er sich auch beworben hat. „Münster ist einfach schöner“, sagt er.

So entscheiden sich die meisten der Bewerber, die Anfang August von der WWU einen positiven Bescheid bekommen haben, für Münster. Die Einschreibungstermine sind jetzt vorbei. „Im vergangen Jahr waren nach der erste Zulassungsrunde fast 97 Prozent der Plätze in Fächern mit Orts-NC vergeben“, sagt Andreas Zirkel, Abteilungsleiter im Studentensekretariat. Gelegentlich komme es vor, dass Studenten die sich bereits eingeschrieben haben, den Platz an der WWU doch nicht annehmen, weil sie ein aus ihrer Sicht noch attraktiveres Angebot bekommen haben. Das Verteilverfahren habe sich durch die frühe Benachrichtigung der Studierenden und die Begrenzung auf wenige Wünsche aber stark vereinfacht, meint Zirkel.

Diesmal haben sich knapp 38 000 Interessenten, etwa 5000 junge Leute mehr als 2009, für einen Studienplatz an der WWU beworben. 33 000 von ihnen wollen ein Bachelor-Studium absolvieren, 4800 haben sich für Master-Studiengänge interessiert. Noch nicht eingerechnet sind dabei die Bewerber, die sich über die zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) um einen Platz im allgemeinen Verteilverfahren, etwa für Medizin oder Pharmazie, beworben und dabei Münster als erste Wahl angegeben haben. Sie erhalten erst Mitte September Nachricht.

Von den 120 Fächern, die die WWU anbietet, sind die meisten mit einem Orts-NC belegt, diesmal allerdings weniger Fächer als vor einem Jahr. Den besten Schnitt brauchen weiterhin Studierende, die Kommunikationswissenschaft in Kombination mit einem anderen Fach studieren wollen. Sie benötigen in diesem Jahr einen Abi-Schnitt von 1,3 (siehe „Zum Thema“).


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