Die schmerzhafte Wahrheit
Mi., 22.02.2012
Regisseurinnen stellen Odenwald-Film vor
Die Regisseurinnen stellen ihren Film über die Odenwaldschule (Bild) im Cinema vor.
Münster -
Das Programmkino Cinema zeigt im Rahmen des 14. Dokumentarfilmfests „Stranger than fiction 2012“ am heutigen Mittwoch mit „Geschlossene Gesellschaft“ eine eindringliche Auseinandersetzung mit den Missbrauchsfällen an der Odenwaldschule. Die beiden Regisseurinnen Regina Schilling und Luzia Schmid sowie eine Mitarbeiterin von Zartbitter werden anschließend für ein Gespräch zur Verfügung stehen.
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Im Sommer 2010 beherrschte ein Thema die deutschen Medien und Feuilletons: der Missbrauch an der Odenwaldschule. Es schien, als ob die gesamte deutsche Öffentlichkeit aufarbeiten wollte, was sie elf Jahre zuvor versäumt hatte: Dem nachzuforschen, was eigentlich seit November 1999 bekannt war. An der renommierten Odenwaldschule hatte der charismatische und bis in die höchsten Kreise der deutschen Gesellschaft vernetzte Schulleiter Gerold Becker Kinder missbraucht. Viele verstörende Details sind im Laufe des Jahres 2010 über den Missbrauch an der Odenwaldschule bekannt geworden. Was war so schützenswert an der Odenwaldschule? Warum war es für viele Lehrer so schmerzhaft, der Wahrheit ins Auge zu blicken? Zum ersten Mal beantworten nun Hauptverantwortliche der sogenannten Vertuschung von 1998/99 vor der Kamera diese Fragen. Doch der Film zeigt auch das große Leid, das den Opfern der sexualisierten Gewalt widerfahren ist. Der Film ist am Mittwoch (22. Februar) um 19 Uhr im Cinema, Warendorfer Straße, zu sehen. Karten: ' 303 00: