Stadtlandschaft im Breitwandformat

Di., 07.02.2012

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Ausstellung „Panorama – Raumstücke“ mit Arbeiten von Elke Dombrowski im Theaterfoyer

Stadtlandschaft im Breitwandformat : Ausstellung „Panorama – Raumstücke“ mit Arbeiten von Elke Dombrowski im Theaterfoyer

Elke Dombrowski und drei ihrer Werke ohne Titel, die Architektur und Stadtlandschaften zeigen. Die Künstlerin hat sie eigens für das Theaterfoyer gemalt. Foto: pn

Münster - 

Es gibt eines unter den acht Bildern im oberen Theaterfoyer, da scheint die Wiedervereinigung das Thema zu sein. In der linken oberen Leinwandhälfte ist ein Säulenbau zu sehen, der fatal ans Brandenburger Tor erinnert. Und rechts unten im Bild kann der Betrachter eine fallende Mauer in betonfarbigem Weiß erkennen.


Elke Dombrowski lächelt ob dieser kühnen Assoziationen. Ob sie beim Malen des Bildes tatsächlich an Berlin gedacht hat? So weit möchte die Künstlerin nicht gehen. Zwar ist sie viel mit ihrem Mann auf Reisen. Und ihre Bilder unter dem Titel „Panorama – Raumstücke“ sind thematisch bei Architektur- und Stadtlandschaften anzusiedeln. Aber: „Ich male Dinge, die ich gesehen habe, lasse mich während dieses Prozesses aber von Entdeckungen anspringen“, sagt Dombrowski etwas orakelhaft. Auf manch einen mögen ihre Bilder düster wirken. Denn die Münsteranerin, die in Krefeld Kunst studiert hat, bedient sich für ihre Arbeiten einer bestimmten Farbigkeit. Bis ins Schwarz gehende dunkle Töne gehören dazu, aber auch das helle Weiß, ein mattes wie leuchtendes Gelb, das Natur andeutende Grün und ein Rosa, das mal zart ist und sich kühn bis ins Lila steigert. Wer diese Farbkombination mag, wird Gefallen an den Bildern der Künstlerin finden. Auffällig auch: das extreme „Breitwandformat“ ihrer Werke. Laut Elke Dombrowski ein „Unformat“, das sie gewählt hat, um „Sichtblicke“ zu ermöglichen. Ihre Bilder – mit den im Foyer der Städtischen Bühnen gezeigten hat sie im Frühsommer 2011 angefangen – lassen aber auch Rückschlüsse auf Dombrowskis Maltechnik zu. An manchen Stellen schimmert noch die zarte Tempera-Untermalung durch. Anderswo hat sie die Ölfarbe so pastos mit Pinsel oder Spachtel aufgetragen, dass es – wie in dem kleinen, hochformatigen Ausreißer-Bild – für geritzte Kringelchen reicht. Wieder andere Stellen sind lasiert, oder man sieht die Farbe noch verlaufen. Die Architektur- und Stadtlandschaften, die sie malt, bleiben stets schemenhaft. Von der „Auflösung“ der Motive spricht Dombrowski, von der Abstraktion. „Aber abstrakt“, so die Künstlerin, „sind meine Bilder nicht.“ Die Ausstellung „Panorama – Raumstücke“ im Rahmen der Reihe „in situ“ wird am Donnerstag (9. Februar) um 18.30 Uhr im oberen Theaterfoyer der Städtischen Bühnen eröffnet. Die Bilder sind bis zum 25. März zu sehen.

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