Sa., 05.05.2012

„Ich bin fix und fertig“ Meinhard Zangers Sommernachtstraum

„Ich bin fix und fertig“ : Meinhard Zangers Sommernachtstraum

Borchert-Theater-Chef Meinhard Tanger bei den Proben. Foto: WBT

MünsTER - 

Für Meinhard Zanger ging gestern Abend ein Sommernachtstraum in Erfüllung. Der Chef des Borchert-Theaters lenkte die Premiere des Shakespeare-Stücks im Gasometer. Über 18 000 Karten sind verkauft. Mit Zanger sprach WN-Redakteur Günter Benning.

Ihr Gemütszustand? Zanger : Ich bin fix und fertig. Aber auch sehr glücklich. Wir hatten schon zwei Probeaufführungen, da habe ich mitbekommen, dass die Zuschauer sehr nah dran sind, dass sie lachen, sich amüsieren, begeistert sind. Sie treten quasi aus der Enge Ihres kleinen Theaters heraus ins Gasometer . Eine wahnsinnige Umstellung? Zanger: Na ja, wir sind den kleinen Raum gewöhnt. Aber ich habe früher auf großen Bühnen gespielt, bei den Ruhrfestspielen , an anderen Häusern. Das gilt für andere Schauspieler auch, bis auf einige Anfänger. Also niemand, der im Gasometer schlottert? Zanger: Doch, wir haben ein Küken, das gerade von der Schauspielschule kommt, Sarah Zaharanski. Die Helena ist ihre erste Rolle nach dem Diplom, aber sie macht das hervorragend und mit großer Leidenschaft. Dann werben wir mal hier für einen Extraapplaus. Es gab einen phänomenalen Andrang auf die Karten. Hat Sie das überrascht? Zanger: Das hat uns umgehauen. Wir hatten auf 8000, 9000 Karten gesetzt, und dann noch mal auf 2000 während der Serie. Dass wir Zusatzvorstellungen machen mussten, damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben 18 500 Karten verkauft – etwas weniger als sonst in einer ganzen Saison. Wem ist das geschuldet? Dem Ort? Dem Theater? Zanger: Es ist schon so, dass wir hier sechs Jahre sehr gute Arbeit geleistet haben. Wir haben uns einen Ruf erworben. In Verbindung mit Gasometer und Shakespeare bekommt das eine große Aufmerksamkeit. Wäre das Gasometer etwas für die Zukunft? Zanger: Davon bin ich überzeugt. Der Reiz liegt darin, hier Open-Air-Veranstaltungen zu machen. Gestern Abend war es erst bewölkt, dann klarte es auf. Zum Schlussbild hat sich der Mond gezeigt. Da gab es Applaus. Herr Zanger, Sie sind vor sechs Jahren aus Köln gekommen. Das fanden einige Kölner nicht gut. Sind sie jetzt angekommen? Zanger: Ich bin schon länger hier angekommen. Mir gefällt diese Stadt sehr, sehr gut. Die Zusammenarbeit zwischen Kulturamt und dem Theater ist herragend. Ich kann Ihnen sagen, und da muss ich mich vor der Stadt Münster verneigen: So ein Projekt wäre in Köln nie möglich gewesen. Es hätte dort nicht so viele Leute gegeben, die es unterstützt hätten. Bringt das Gasometer das Bochert-Theater weiter? Zanger: Ja, sicherlich wird der ein und andere sagen, wir wollen uns anschauen, was die im Theater machen. Aber es sind auch viele Fans dabei. Was machen Sie nach der Aufführung? Zanger: Wir werden ordentlich feiern und uns vielleicht auch mal etwas betrinken – was wir in den letzten Monaten nicht geschafft haben.

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