Mi., 20.06.2012

Allein und zusammen Der Arbeitskreis TUN stellt sich mit der Ausstellung „Gemeinsam TUN“ in den Dienst der guten Sache

Allein und zusammen : Der Arbeitskreis TUN stellt sich mit der Ausstellung „Gemeinsam TUN“ in den Dienst der guten Sache

Aus 20 quadratischen Tafeln bestehend: das Gemeinschaftswerk „Tun“. Foto: pn

Münster - 

Im kommenden Jahr feiert der „TUN Arbeitskreis Kunst 83 e.V.“ sein 30-jähriges Bestehen. Grund genug für die Künstlergemeinschaft, schon jetzt ein Experiment zu wagen. Die Frage lautete: Ist es möglich, viele Werke, die von mehreren individuell arbeitenden Künstlern geschaffen wurden, zu einem Ganzen zu vereinen? Die Antwort: Ja, es ist. Und gut aussehen tut es auch noch.

Von Petra Noppeney

An der Stirnseite des länglichen Ausstellungsraumes im Krameramtshaus prangt seit gestern dieses „Gemeinschaftswerk“. Es heißt „Tun“, liest sich wie „Tun“ – und ist schon deshalb substantivisch gemeint, weil alle 14 beteiligten Künstler damit Gutes tun wollen. Denn jedes der zwanzig 40 mal 40 Zentimeter großen Bilder, basierend auf den vorgegebenen Farbtönen blau und gelb, soll heute versteigert werden. Der Erlös, so verrät Monika Katschmarek , die Vorsitzende der Künstlergemeinschaft , soll dem Kinderhospiz „Königskinder“ zur Verfügung gestellt werden. Und ein weiteres Gemeinschaftsbild, links vom Eingang in der Ausstellung zu finden, stellt sich in den Dienst dieser guten Sache. Hier wurden rechteckige Formate, eine waagerechte Linienführung und die Farben blau und weiß als gemeinsamer Nenner gewählt. Ein formal strenges Bild vielleicht, aber wunderbar aufgebrochen durch den Zweig eines Zitronenbaumes. Dieser ist laut Katschmarek das Produkt des Zufalls. Denn als die Bilder, sie sind allesamt mit Acrylfarbe gemalt, im Garten trockneten, fiel der Schatten eines Zweiges darauf. Dieses „faszinierende Bild von der Schattenseite des Lichts“ ließ die Idee aufkeimen, „denen zu helfen, die sich auf der Schattenseite des Lichts befinden“, so Katsch­marek. Doch nicht nur in diesen beiden großen Werken lässt sich Gemeinschaft erkennen – auch die individuellen Werke sind gemeinschaftlichen Kriterien unterworfen, ohne die Künstler ihrer eigenen Handschrift zu berauben. So dominiert in den 16 Einzelbildern der TUN-Künstler zwar das Münstermotiv und die changierende Farbe Rot – denn beides war vorgegeben. Doch Wilhelm Vauts Siebdrucke „Inspiration aus der Ostkurve I + II“, die den Grundriss der Kurven im Preußenstadion aufnehmen, sind in ihrer Technik so einzigartig wie Dr. Peter Jansens poppig-stilisierte „Dom Frau“, Helga Grabbes stimmungsvolle Turm-Silhouette, Jutta Denningers Momentaufnahme „Am Harsewinkel-Platz“ oder Karin Ewalds hübsche Hafen-Szene. Eine auch ohne Gemeinschaftswerke harmonische Schau. Ausstellung „Gemeinsam TUN“, bis 13. Juni im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6-7; Eröffnung: heute, 18 Uhr.  | www.tun-83.de

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