Mo., 06.08.2012

Statt Wasser regnete es Männer Bläservereinigung Albachten beim Gartenkonzert „Trompetenbaum und Gartenfeige“

Statt Wasser regnete es Männer : Bläservereinigung Albachten beim Gartenkonzert „Trompetenbaum und Gartenfeige“

Philip Watts hatte seine Albachtener Bläservereinigung straff an der Kandare und sorgt so beim Münsterland-Festival „Trompetenbaum und Geigenfeige“ für schmissige Rhythmen. Foto: Arndt Zinkant

Münster - 

Die Polkas haben sie natürlich drauf. Wenn die Bläservereinigung Albachten sich „Auf der Vogelwiese“ tummelt oder einen „Böhmischen Traum“ träumt, klingt die Besetzung ganz authentisch – „Egerlänger“-Stücke, die die Bierzelttaufe von tausend Schützenfesten erlebt haben dürften.

Von Arndt Zinkant

Dort kocht die Stimmung aber meistens heißer, als es am Sonntagnachmittag im Schlossgarten der Fall war. Für das Publikum, das sich vor dem Pavillon niedergelassen hatte, war Gemütlichkeit Trumpf. Nicht so bei den ausgesuchten Stücken – überwiegend aus der Soundtrack-Schmiede Hollywoods – die von Flügelhornist Bernd Schabbing mit höchst neckischen Moderationen angekündigt wurden. „Trompetenbaum und Gartenfeige “ heißt das Motto der Gartenkonzerte in Münster und im Münsterland; im Anschluss war an diesem Sonntag noch ein Rundgang durch den Botanischen Garten zu erleben. So wohlig die Schauer sein mögen, die man beim hymnischen TV-Titelthema der „Fackeln im Sturm“ (aus den 80er Jahren) spürt – die Trompeten hatten keinen guten Tag erwischt. Auch die unvermeidlichen „Piraten der Karibik“ bekamen musikalisch zu wenig brausenden Wind in die Segel. Dabei hatte Bandleader Philip Watts seine Jungs und Mädels rhythmisch straff an der Kandare. Davon profitierten dann die schmissigen Stücke, besonders „It’s raining Men“ von den Weather Girls. Kein Tröpfchen kam überm Pavillon herab, aber wenn Wettermädchen Männer regnen lassen, geht auch die Post ab. Und als der Song „Soul Man“ erklang, hieß es „Sonnenbrillen auf!“ wie weiland bei den Herren Akroyd und Belushi, den berühmten „Blues Brothers“. Bei Ennio Morricones genialen Spaghetti-Western-Melodien hatte sich schließlich alles bestens warmgespielt, und als am Schluss „Rocky“ mit Muskelschmalz und E-Gitarre (Volker Westerboer) durchstartete, war alles am Schloss-Pavillon selig. Gonna fly now!

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