Fr., 27.06.2014

Letztes Rathauskonzert der Spielzeit Lieber Beethoven als Fußball

Letztes Rathauskonzert mit (v. l.): Notenwenderin Romy Tummel sowie Werner Raabe, Thomas Reckmann und Monika Krack.

Letztes Rathauskonzert mit (v. l.): Notenwenderin Romy Tummel sowie Werner Raabe, Thomas Reckmann und Monika Krack. Foto: heh

Münster - 

Viele kleine Werke wie Perlen auf einer Schnur gab es in der ersten Konzerthälfte des letzten Rathauskonzerts dieser Spielzeit. Trotzdem kam das Trio Eva Bauchmüller (Sopran), Werner Raabe (Klarinette), Monika Krack (Violoncello) und Thomas Reckmann (Klavier) hier vielleicht eben deshalb so gut rüber – jeder hatte eine hübsche Nummer dabei, die sein Instrument von der allerschönsten Klangseite zeigte.

Von Heike Eickhoff

Statt eines, aus der Not dieser Besetzung geborenen, Nummern-Programms kam eine sehr interessante und vor allem grandios gespielte erste Konzerthälfte auf die Bühne. So wurden die (trotz des fast zeitgleich stattfindenden Weltmeisterschaftsspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen die USA ) vielen treuen Musikfans im Rathausfestsaal mit Musikgenuss belohnt.

Die zweite Konzerthälfte gehörte Beethoven. Das homogene, optimal aufeinander reagierende Trio von Klarinette , Violoncello und Klavier geizte weder mit Spielfreude noch mit technischem Können. Da sang die Klarinette jeden Ton, als sei es ihr liebster gewesen, blies butterweich in allen Lagen an und machte trotzdem dynamisch auf. Das Cello kam in den solistischen Passagen fast spitzbübisch daher, sauber intonierend und phrasierend. Thomas Reckman, der unermüdliche und virtuose Langstreckenpianist, nutzte als Dritter im Bunde alle Möglichkeiten, um sich als herausragender Pianist zu zeigen. Sanft angeschlagene Töne, schön singende Akzente und klare Mehrstimmigkeit zeichneten sein Spiel aus.

Die erste Konzerthälfte dominierte Sopranistin Eva Bauchmüller. Kraftvoll in der Höhe, gezuckert mit großem Vibrato und immer textverständlich und sauber intonierend gefiel sie. Besonders Jules Massenets Introduktion und Arie „Pleurez! Pleurez, mes Yeux“ (aus der Oper „Le Cid“) gelang eindrucksvoll. Das war große Oper im Trio – für Sopran, Bassetthorn und Klavier. Das Bassetthorn (eine etwas tiefere Klarinette) glänzte mit virtuosen Einwürfen sowie schönen Kantilenen und ließ den allerletzten Ton zart verklingen – herrlich!

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