Di., 15.09.2015

Das „Fidele Matuya Theater“ zeigt neues Kinderstück Lustig und romantisch

Clown Fidelidad und Luna Matuya

Clown Fidelidad und Luna Matuya Foto: Thorsten Gnadt

Münster - 

Neues Kinderstück vorgestellt. Das Fidele Matuya Theater zeigt „Der Clown . . . und wie die Geige auf die Welt kam“.

Von Michael Schardt

Schon beim Betreten des Spielraums bietet sich den jungen und nicht mehr ganz so jungen Zuschauern ein wunderbares Bild. Da thront Luna Matuya ( Franziska Lutz ), die Geschichtenerzählerin, auf einem hohen Stuhl über der Bühne, gehüllt in einen nachtblauen, sternenbestickten Zaubermantel, und nuckelt genüsslich ihre Pfeife, aus der schillernde Seifenblasen aufsteigen.

Dann betritt der Clown Fidelidad ( Wolfgang Konerding ) mit den typischen Erkennungszeichen das Podium: rote Pappnase, roter Hut und übergroße rote Schuhe. Das 2012 gegründete Fidele Matuya Theater ist zu Gast in der Meerwiese, um das neue Kinderstück „Der Clown . . . und wie die Geige auf die Welt kam“ in der Inszenierung von Natascha Kalmbach aufzuführen. Der Andrang ist so groß, dass längst nicht alle Besucher Einlass finden.

Luna, die gute Fee, erzählt ein altes Roma-Märchen, in dem ein armer, aber edler Zigeunerjunge die schöne Tochter des Königs begehrt. Doch um sie zu gewinnen, muss er „etwas zustande bringen, das noch niemand auf der Welt gesehen hat“. Er soll mit einer zufällig gefundenen Geige so schön spielen, dass er Menschen zum Lachen oder Weinen bringt.

Doch zuvor hat er gefährliche Wanderungen an den Fluss der Traurigkeit und zum Apfel der Freude zu bestehen. Die Abenteuer des Jünglings werden von Fidelidad temperamentvoll und gestenreich dargestellt, und mit Hilfe der Fee, die ihn wie eine Marionette führt, zum Erfolg gebracht.

Komische Situationen ergeben sich fast zwangsläufig, wenn der Clown voller Vorfreude vergeblich versucht, dem Willen der Fee seinen eigenen entgegenzustellen. Dann schimpft er in einer fremden Sprache wie ein Rohrspatz, zieht eine Schnute und schaltet auf stur. Die Folge: Kommentare und helles Lachen der Jüngsten.

Natürlich geht das Märchen gut aus, in dem Clowndarsteller Konerding bei seinen schweißtreibenden Aktionen alle Register zieht. Der Zigeunerjunge bekommt schon nach der ersten Prüfung die Prinzessin zur Frau, und am Ende spielt er so wunderbar Geige, dass er vom begeisterten Publikum im Klatschrhythmus hinausbegleitet wird.

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