Chortreffen in Münster
Völkerverbindender Gesang

Münster -

Riesenstimmung herrschte am Samstagabend gleichermaßen unter den mehr als 500 begeisterten Sängern wie im Publikum. Das gemeinsame Konzert in der restlos voll besetzten Aula am Aasee mit insgesamt 14 Chören aus Münster und den Partnerstädten Kristiansand, Lublin, Mühlhausen, Orléans, Rjasan und York war ein voller Erfolg.

Montag, 21.09.2015, 09:09 Uhr

„Der jüngste Sänger ist acht, der älteste ist 85 Jahre alt“, erläuterten die beiden Moderatoren Jeanette Kuhn und Holger Beller die generationenübergreifende, gemeinsame Faszination aller Sängerinnen und Sänger. Bürgermeister Gerhard Joksch betonte auch im Namen von Oberbürgermeister Markus Lewe in seinem Grußwort die gar nicht hoch genug einzuschätzende kulturen- und völkerverbindende Kraft der Musik. Das Motto des internationalen Chorfestes „Musik baut Brücken“ sei gerade in den Zeiten stärker werdender internationaler Probleme und Spannungen ein sehr wichtiges Zeichen.

Die riesige Bühne reichte bei Weitem nicht aus, als alle Chöre zu Beginn „Kein schöner Land in dieser Zeit“ sangen. Rechts und links davor, sowie stehend in den kompletten hinteren Reihen der Aula: Überall nur begeisterte Sänger! Auf Zuccalmaglios Volkslied folgte ein bunter Bogen aus geistlichen und weltlichen Chorwerken sowie deutscher und europäischer Folklore und sogar Hip-Hop. Die gestandenen Herren des „Philharmonic Male Voice Choir“ aus York dirigierte eine Dame: Berenice Lewis. Mit dem ruhigen „For the Fallen“ und dem beschwingten „I’m Gonna Walk“ zeichnete der Chor Kontraste seines hohen Könnens. Die Lubliner Nachtigallen und Münsters „Capella Ludgeriana“ unterstrichen unter der Leitung von Domkapellmeister Alexander Lauer im gemeinsam gesungenen „Laudate Dominum“ herausragende Qualitäten. Ebenfalls gemeinsam intonierten der „Ökumenische Chor St. Bonifatius“ und die „Mühlhauser Gospelfreunde“ James Rutters „Schau auf diese Welt“.

Nach der Pause begeisterten die Jugendlichen Mitglieder der „Projekt 615“ aus Münster und Lublin mit ihren Hip-Hop-Nummern, die sie in der vergangenen Woche zusammen erarbeitet hatten. Bereits mehrfach begegneten sich der Albachtener „Chor and More“ und der „Chor des russischen Liedes“ aus Korablino/Rjasan. Sie begeisterten mit „Hit the Road Jack“ und dem russischen Volkslied „Die Wellen von Amur“, bevor auch sie gemeinsam sangen. Volkstümlich kamen „Kristiansands Sjøemandsforenings Shanty Kor“ und der „Marine- und Shantychor“ Münster an, bevor abschließend noch einmal mit dem „Madrigal- und Universitätschor der WWU“ und dem „Chor der Katholischen Universität Lublin “ in „Hochzeit von Sieradz“ unter der Leitung von Ulrich Haspel hohe Kunst geboten wurde. Bewegend.

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