Mozart-Orchester in der Petrikirche
Die Oboe tanzt, die Trompete strahlt

Münster -

Vor der Petrikirche flattert die magentafarbene Flagge des Mozart-Orchesters im Abendwind. In der voll besetzten Kirche spielen die Musiker des Traditionsorchesters – und werden am Ende mit viel Beifall gefeiert.

Samstag, 01.10.2016, 05:10 Uhr

Das Mozart-Orchester in der Petrikirche
Das Mozart-Orchester in der Petrikirche Foto: Heike Eickhoff

Der spanische Komponist Juan Crisóstomo de Arriaga verstarb mit 19 Jahren und hinterließ ein kleines, feines Oeuvre. Das Mozart-Orchester unter seinem Dirigenten Norbert Fabritius , der seit einem Jahr die musikalischen Geschicke von Münsters ältestem Orchester leitet, ging mit viel Spielfreude und Disziplin an de Arriagas Sinfonie D-Dur. Die Oboe tanzte mit ihrem leichten Ton über dem Bläsersatz. Alle Musikfreunde gaben ihr Bestes. Und das war wahrlich nicht wenig: Das Orchester kann sich hören lassen und zieht die Zuhörer mit spürbarer Lust in seinen Bann.

Fabritius und das Orchester hatten hier ordentliche Probenarbeit geleistet; Satz reihte sich an Satz, frei von Patzern, geadelt von schönen Soli. Der warme Klang der Celli gehört zu den Stärken des Orchesters, die gut aufgelegten Blechbläser sorgen für einen soliden Sound, und die hohen Streicher lassen fast vergessen, dass man es hier nicht mit Profis zu tun hat. Dabei ist diese Musik zwar nicht unbedingt virtuos, hat aber ihre Tücken.

In der ersten Konzerthälfte spielte Jan Henning Drees Hummels Trompetenkonzert. Dieser Hit der Trompetenliteratur verlangt saubere Ausführung in jedem Takt. Weder mit virtuoser Sportlichkeit noch mit großer Geste kann sich der Solist da heraus retten. Drees muss das auch nicht, denn der erst 17-jährige Trompeter steht selbstbewusst vor dem Orchester und lässt in den Ecksätzen die blitzblanke Technik funkeln. Dirigent Fabritius steht scheinbar unangestrengt vor dem Ensemble und führt es ohne Kollisionen. Vielleicht könnte er die Blechbläser ein wenig eleganter agieren lassen, vielleicht die Streicher etwas selbstbewusster. Alles in allem jedoch waren Programmwahl und Ausführung gelungen.

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