Mo., 09.01.2017

Kammchor und „Ensemble 23*12“ in der Herz-Jesu-Kirche Erhebendes Gefühl durch Blech

Der Kammerchor gab mit dem „Ensemble 23*12“ ein Weihnachtskonzert in Herz-Jesu.

Der Kammerchor gab mit dem „Ensemble 23*12“ ein Weihnachtskonzert in Herz-Jesu. Foto: Christoph Schulte im Walde

Münster - 

Ein zehnköpfiges Blechbläserensemble kann schon mächtig imponieren, wenn es bis zum Fortissimo aufdreht – ein erhebendes Gefühl vor allem für das Konzertpublikum, das am Sonntag vom „Ensemble 23*12“ in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche auf diese Weise empfangen wurde.

Von Chr. Schulte im Walde

Ein zehnköpfiges Blechbläserensemble kann schon mächtig imponieren, wenn es bis zum Fortissimo aufdreht – ein erhebendes Gefühl vor allem für das Konzertpublikum, das am Sonntag vom „Ensemble 23*12“ in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche auf diese Weise empfangen wurde. „Die Freude der Könige“ stand als Leitgedanke über dem Programm, gestaltet von den Bläsern gemeinsam mit dem Kammerchor an Herz-Jesu, Organistin Christiane Alt-Epping und Michael Schmutte am Dirigentenpult.

Die „Könige“ – das sind natürlich die Weisen aus dem Morgenland auf ihrem Weg zur Krippe. Schwungvoll fiel diese Reise aus, dies jedenfalls ließen die pfiffigen Bläser-Arrangements vermuten. Ein „Adeste fideles“ schallte da mit leicht jazzigem Einschlag ebenso durch den Raum wie das englische Weihnachts-Carol „The Holly and the Ivy“. Und das alles auf absolut höchstem Niveau. Kein Wunder: die Ensemblemitglieder spielen in hochkarätigen Kultur-Orchestern etwa in München, Stuttgart, Hamburg, Essen und Düsseldorf. Und drei von ihnen im Sinfonie­orchester Münster.

Als Roten Faden hatte Michael Schmutte eine Mess-Vertonung aus der Feder von Otto Dunkelberg durch das kontrastreich angelegte Programm geknüpft: die „Missa pastoritia“, in denen der Komponist den lateinischen Versen stellenweise bekannte Weihnachtslieder unterlegt. Im „Et incarnatus est“ wurde der Zuhörer von „Es ist ein Ros’ entsprungen“ überrascht, im „Gloria“ ertönte das „Menschen, die ihr wart verloren“. Etliche andere Beispiele wären zu nennen. Für den Chor, aus dem heraus auch die solistischen Partien besetzt wurden, war diese Messe eine dankbare Aufgabe, für die souveräne Christiane Alt-Epping mehr als reine Begleitfunktion, denn ihre Partie besitzt durchaus eigenständiges Profil. Insofern hätte Michael Schmutte der Organistin hier und da durchaus ein paar Register mehr zugestehen können, um ihr genügend Gehör zu verschaffen.

Otto Dunkelberg (1900-1964) übrigens, der von 1927 bis 1945 Domorganist in Passau war und dann (nicht ganz freiwillig) diese Stelle aufgab, wirkte anschließend unter anderem auch kurz in Münster und Rheine.

Noch mehr Gesang schenkten die Sängerinnen und Sänger ihrem Publikum mit Motetten von Viadana, Guerrero und Praetorius – ein rundes, stimmiges Konzert nicht nur zur Freude der Könige.

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