So., 05.02.2017

Meisterliche Balladen Ein kleines bisschen Ironie

Lukas Meister und seine Begleiterin Veronika Glotz im Pumpenhaus.

Lukas Meister und seine Begleiterin Veronika Glotz im Pumpenhaus. Foto: Heike Eickhoff

Münster - 

Ein Mann, ein Gitarre – ein begeistertes Publikum. Lukas Meister war am Samstag im Pumpenhaus zu hören und bot Gitarrenpop mit deutschen Texten, geschliffen und überlegt. Die immer lächelnde Veronika Glotz, die im Kleinen Schwarzen Backing Vocals mit sanftem Sopran lieferte, sorgte für eine weitere Klangfarbe.

Von Heike Eickhoff

Die beiden ersten Reihen des gut besuchten Pumpenhauses waren mit bequemen Sitzkissen ausgelegt und boten gern genutzte Möglichkeiten, entspannt gelagert zuzuhören. Meister hatte das Programm seiner zweiten CD „Gold Zeit Raketen“ mitgebracht – sanfte bis bewegte Popballaden, an der Gitarre mit flottem Picking oder kräftigen rhythmischen Schlägen begleitet. Manchmal setzte sich Meister ans Klavier und versorgte seine Songs dort mit instrumentalen Tönen.

Zu Beginn erzählte Meister von der „Gestern Sehnsucht“ – ein Urlaub am Meer mit der Vespa 1955, 1963 dann Paris : „Und was bleibt ist nur ein kleines bisschen Ironie “ endete das Lied. Richtig kitschig wurde es nie, Meister fand geschickt immer die Kurve drumherum und ließ die Gitarre hier zusätzlich als kräftiges Rhythmusinstrument agieren.

„Das nächste Stück handelt von der bitteren Erkenntnis, dass ich schon seit 11 Jahren keine 19 mehr bin!“ gab er zu und startete mit „Das Leben, das“. Sanft resigniert schildert er hier, wie oft das Leben die Regie übernimmt, was von Idealen und Träumen bleibt, und resümiert: „Das Leben, das du niemals haben wolltest, isst von deinen Keksen und kocht sich einen Tee.“ Flottes Picking treibt währenddessen die Musik voran.

Paolo Contes „It’s wonderful“ sang er mit Klavierbegleitung. Sehr schön, aber stimmlich noch einige Hektoliter Rotwein vom Original entfernt. Die „verbale Überlegenheit von Frauen“ hatte er im Song „Geballte Weisheit“ ziemlich ironisch im Gepäck – die Frau endet unter dem Rasen, vom Mann ordentlich verscharrt. Meister kann also auch ein bisschen sarkastisch, und das steht ihm gut!

„Raketen“, deren „Rücklichter“ man sieht, wenn man sie, gemeinsam auf dem Dach sitzend, abfeuert, zeigten ihn wieder als sanften, gefühlvollen Popmusiker. Viel Beifall und zwei Zugaben gab es am Ende.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

immomarkt.ms Anzeigen

Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4608979?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F646285%2F