Di., 07.02.2017

Adam Riese Show feiert Geburtstag Erst Selters, dann Sekt und Gesang

Sie gaben alle ihr Bestes: Markus Lewe und Tina La Werzinger sowie auf dem kleinen Bild

Sie gaben alle ihr Bestes: Markus Lewe und Tina La Werzinger sowie auf dem kleinen Bild Foto: Rüdiger Linden

Münster - 

Wie? Zehn Jahre „Adam Riese Show“ und kein Schlückchen Sekt? Es schien so. In ärmlicher Askese perlten die Bläschen im Wasserglas. Sängerin Tina Werzinger (von den „Zucchini Sistaz“) gab sich zurecht pikiert und leierte eine Spontan-Wette an: Wetten, dass sich per Not-Anruf Prosecco und Häppchen organisieren lassen, und zwar bis zur Pause? Top – die Wette gilt!

Von Arndt Zinkant

Tatsächlich perlte dann im Pumpenhaus-Foyer pünktlich der Prosecco, und Häppchen-Platten waren auch da. Und am Ende der Pause löste Moderator Adam Riese seinen „Wetteinsatz“ der Rasur ein und präsentierte sich so bartlos, wie er vor zehn Jahren seine Kult-Show im Pumpenhaus begonnen hatte. Da grinste der Saal. Dass allerdings diese Spontan-Wette wirklich spontan war, müsste ein Qualitätsmedium wohl ins Reich der „Fake News“ verbannen.

Keine Frage: Diese Show war etwas Besonderes, die Stimmung noch besser, die Gespräche noch launiger als gewohnt. Dabei begann der Talk seriös und gediegen mit dem Premium-Gast Markus Lewe , Oberbürgermeister der Stadt Münster , gleichwohl mit den meisten Talkgästen per Du. „Wie bist du zur Politik gekommen?“, fragte Riese. „Mit’m Fahrrad “, versetzte Lewe in westfälischer Lakonik. Spaß beiseite, es waren die politisierten 80er, die den Münsteraner Markus aus Mauritz in die Politik verschlugen. Er erinnerte daran, dass die Stadt früher viel mehr Panzer und Kasernen beherbergte, und dass man eine Steigerung auf nun 310 000 Einwohner nie erwartet hätte. Berührt erzählte Lewe auch, wie er den Mauerfall in Berlin erlebte. „Das Unfassbarste und Schönste, was ich je erlebt habe.“

Dagegen nimmt sich ein normaler Arbeitstag des OB weniger spannend aus – aber mega-witzig, wenn Impro-Komikerin Lisa Feller ihn sich vorstellt und spielt („Maria, mach’ mal Frühstück!“). Münsters bekannteste Comedy-Frau brachte eine zwerchfellerschütternde Nummer über ihre zwei Söhne und die Tücken der Sexual-Aufklärung. Und ein Duett mit Tina „La Werzinger“ gab es auch.

Ein zweites Duett bestritt Roland Jankowsky, der „Kommissar Overbeck“ aus Wilsberg. Daraus gab es einige Einspieler, zum Beispiel, wie Overbeck im Kloster die Mönche „militärisch“ drillte. Der coole Kommissar plauderte aus seiner wilden Jugend. Adam Riese war zurecht stolz, dass jede Show ausverkauft sei. Möge es die nächsten zehn Jahre so bleiben.

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