So., 19.03.2017

Wunderschöne Songs Ein Strandspaziergang für die Ohren

Arne Straube (l.) und Anne de Wolff flankierten als Multiinstrumentalisten den gefeierten Sänger und Songschreiber Jan Loechel

Arne Straube (l.) und Anne de Wolff flankierten als Multiinstrumentalisten den gefeierten Sänger und Songschreiber Jan Loechel Foto: Brigitte Heeke

Münster - 

„Songs zu schreiben“, sagt Jan Loechel, „klappt nicht auf Kommando.“ Sie fertigzustellen sei oft sogar noch schwieriger, so der Sänger und Songwriter. Als kreativer Kopf und Stimme so mancher Stars und Hits hat er sich einen Namen gemacht, mit seinen eigenen Projekten ist er eine echte Entdeckung. Das Publikum der münsterischen Friedenskapelle hat ihn schon für sich entdeckt: Das Konzert „Jylland“ war restlos ausverkauft.

Von Brigitte Heeke

Kein Wunder, denn viel entspannter kann man einen Samstagabend eigentlich nicht verbringen, mit ruhigen akustischen Songs, klar und schön wie ein Strandspaziergang für die Ohren. Manche davon kommen mit Gitarre und Gesang ganz pur daher. Den meisten jedoch verleihen die Multiinstrumentalisten Anne de Wolff (Cello, Geige, Posaune und andere) und Arne Straube (Klavier, Akkordeon und andere) ein farbenreiches vielstimmiges Gewand.

Anekdoten aus dem Musikerleben bereichern die Moderation, und das Publikum erfährt, dass man in kalifornischen Hotels mitunter seine Geldbörse auf dem Hoteltresen vergessen kann, weil sie Stunden später noch immer da liegt. Dass man den Einfluss eines Sonnenaufgangs in Los Angeles auf die Idee für einen neuen Song („Brand New Day“) sowie auf das künstlerische Schaffen insgesamt nicht unterschätzen sollte. Dass die dänische Region Jütland, namensgebend für das „Jylland“-Projekt, für Jan Loechel Inspiration und wie eine zweite Heimat ist.

Viele weitere Eindrücke fließen in seine Texte und Lieder ein. Das kann eine Fernsehserie über Songwriter aus Nashville sein oder auch eine Widmung an seine Familie, wie etwa in „Me & You“. Zu seinem neuen Song „Into the Wild“ erzählt der Sänger, was er aus Ratgebern und Life Coaching gelernt hat. „Das Loslassen ist bei mir hängengeblieben“, sagt Loechel, und so widersprüchlich, wie es sich anhört, ist es gar nicht.

Die Zuhörer waren nach einem guten Dutzend Songs allerdings noch ganz und gar nicht bereit, die Musiker von der Bühne zu lassen, und erwirkten mit Standing Ovations zwei Zugaben. „Ich hab den Stimmen in meinem Kopf Namen gegeben“, lautet eine Textzeile aus einem neuen Song. Macht nix, möchte man antworten, solange eine davon singt!

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