So., 17.01.2016

Studentenkantorei mit Olssons „Te Deum Ovationen im Observantenkonzert

Solisten, Orchester  und Studentenkantorei unter der Leitung von Ellen Beinert.

Solisten, Orchester  und Studentenkantorei unter der Leitung von Ellen Beinert. Foto: ukc

Münster - 

Otto Olssons „Te Deum“ und Camille Saint-Saëns „Oratorio del Noël“ (Weihnachtsoratorium) standen im Mittelpunkt des Observantenkonzertes am Samstagnachmittag in der ausverkauften Apostelkirche. Die beiden Sopranistinnen Sonja Grevenbrock und Carmen Finzel, Altistin Judith Gennrich, Tenor Fritz Steinbacher und Bassist Stefan Adam verliehen den beiden romantischen Werken facettenreiche Kontraste. Die Studentenkantorei der Universität und die Orchesterakademie an der Universitätskirche überzeugten durch einen fein abgestimmten Gesamtklang. Engagiert, souverän und hochmusikalisch dirigierte Ellen Beinert das große Ensemble.

Von Ulrich Coppel

Genau dort, in der Apostelkirche, wo erst am vergangenen Wochenende Trompeten-Weltstar Ludwig Güttler Johann Sebastian Bachs Choralsatz „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ und Bearbeitungen des Klassikers durch andere Komponisten in den Mittelpunkt seines Programms gesetzt hatte, war dieses Werk nebst Bearbeitungen am Samstag im genauso voll besetzten Kirchenschiff am Rande zweier sakraler Großwerke eher eine Nebensache.

Im Gegensatz zu Johann Sebastian Bach zählt der Schwede Otto Olsson eher zu den weniger bekannten Komponisten. Doch in seinem 1906 komponierten „Te Deum“ finden sich nicht selten Versatzstücke barocker Kontrapunktik oder gar mittelalterlich eingefärbte Tupfer. Sonja Grevenbrocks leuchtender, glockenklarer Sopran war der perfekte Kontrast zum leiser, subtiler und melancholischer wirkenden Alt Judith Gennrichs.

Eher im Bariton, als im Bass lag Peter Cornelius’ „Wie schön leuchtet der Morgenstern“-Bearbeitung „Die Könige“. Kein Problem für Bassist Stefan Adam, der genau wie alle anderen Solisten über die gesamte Dauer des Konzertes überzeugte.

Kurz auf der Suche nach ausgewogenem Streichersound, erklang die Orchesterakademie zu Beginn von Camille Saint-Saëns’ anschließendem „Oratorio del Noël“ bald wieder in gewohnter Brillanz. Kongenial ergänzten sich Grevenbrock, Steinbacher und Adam im Psalm 110,3, bevor in den Klageliedern 2,19 noch die famose zweite Sopranistin Carmen Finzel und Altisten Judith Gennrich hinzustießen. Es gab zum Abschluss minutenlange stehende Ovationen.

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