Di., 16.02.2016

Steinway-Förderpreis für Alina Wesselowsk aus der Ukraine Höchste Anforderungen

Alina Wesselowsk (sitzend) erhielt den fünften „Steinway Förderpreis“.

Alina Wesselowsk (sitzend) erhielt den fünften „Steinway Förderpreis“. Foto: ukc

Münster - 

Fünf Studierende des Fachs Klavier an der Musikhochschule Münster traten in der fünften Auflage des Wettbewerbs um den „Steinway Förderpreis“ im Pianohaus Micke vor eine renommierte Jury. Am Ende hatte die Ukrainerin Alina Wesselowski aus der Klasse von Prof. Manja Lippert die Nase vorn.

Von Ulrich Coppel

Fünf junge Damen (allesamt Studierende des Fachs Klavier an der Musikhochschule Münster) traten in der fünften Auflage des Wettbewerbs um den „Steinway Förderpreis“ am Sonntagabend im Pianohaus Micke vor eine renommierte Jury. Am Ende hatte die Ukrainerin Alina Wesselowski aus der Klasse von Prof. Manja Lippert die Nase vorn. Sie überzeugte mit ihrer Interpretation der kurzen Miniatur „Mouvement“ aus „Image I“ von Claude Debussy sowie dem vor Höchst-Anforderungen strotzenden „La Valse“ von Maurice Ravel.

„Die Jury vertrat sehr kontroverse Positionen, was sicher auch an den sehr unterschiedlichen Schulen liegt, aus denen die einzelnen Juroren stammen“, fasste der Vorsitzende der Jury Professor Ulrich Rademacher zusammen: „Allerdings ist die Reihenfolge der Prämierungen einhellige Meinung aller Juroren.“ Da wäre man doch gern bei den Beratungen dabei gewesen.

Und – Richtig! Die fünf Finalisten (die Sechste konnte krankheitsbedingt nicht teilnehmen) waren in der Tat sehr unterschiedlich inspiriert, jedoch allesamt auf höchstem technischen und musikalischen Niveau. „Um hier überhaupt bis ins Finale vordringen zu können, ist ein großes Können unbedingte Voraussetzung“, erläutert der Dekan der Musikhochschule, Pianist Prof. Michael Keller.

Alina Wesselowski hat mit ihren 30 Jahren vielleicht die meiste Erfahrung. Ihre Studien begannen im ostukrainischen Donezk und führten sie über Stationen in Kiew und Aachen nach Münster. Ihr Ziel ist das Konzertexamen, der höchstmögliche Abschluss eines Musikstudiums. Alle anderen Abschlüsse hat sie schon. Die Japanerin Yuki Takeno aus der Klasse von Prof. Michael Keller brillierte mit einer makellosen Leistung in Alexander Skrjabins „Sonate Nr. 7, op. 64 ’Weiße Messe’“ vor der Südkoreanerin Ga Eun Lee (Klasse Prof. Clemens Rave), die Sergei Rachmaninows „Sonata No. 2, op. 36“ und Lepo Sumeras „Pianissimo“ vortrug. Letzteres ist ein minimalistisch anmutendes Werk mit collagenhaften Klangflächen. Die übrigen Finalistinnen, die Kosovarin Fatjona Maliqui und die Koreanerin Yunji Lee brillierten mit Werken von Schostakowitsch, Rachmaninow, Beethoven und Debussy.

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