Mo., 09.01.2017

Nebel-Performance im Wewerka-Pavillon Galaktische Gefühle möglich

Warten auf den Kosmos: Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten wollen im Wewerka-Pavillon kosmische Gefahren und Chancen vorstellbar werden lassen.

Warten auf den Kosmos: Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten wollen im Wewerka-Pavillon kosmische Gefahren und Chancen vorstellbar werden lassen. Foto: Gerhard H. Kock

Münster - 

Alle Künstler haben Respekt vor dem Wewerka-Pavillon. Auch Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten. Wie kann sich eine künstlerische Arbeit in dieser Architektur behaupten?

Von Gerhard H. Kock

Alle Künstler haben Respekt vor dem Wewerka-Pavillon. Auch Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten. Wie kann sich eine künstlerische Arbeit in dieser Architektur behaupten? Stolzer und Rütten befragten nicht die Sterne, sie lassen sie zu „Wort“ kommen. Das Künstler-Duo besann sich auf himmlische Kräfte im naturwissenschaftlichen Sinne: den Kosmos.

Jana Kerima Stolzer und Alexander Rütten wollen in ihrer Performance Vorstellungen existenzieller Veränderungen von globalem Ausmaß stimulieren. Zu diesem Zwecke wird der Pavillon komplett mit Nebel ausgefüllt. Innerhalb dieser dampfenden Wolke sollen die Teilnehmer sich bewegen – Sound und Licht ausgesetzt. Das Werden und Vergehen soll vor allem über das Ohr erlebbar werden. Das Weltall ist in dieser Performance gelegentlich laut. Das werde durchaus eine körperliche Erfahrung, so Stolzer: „Aber es wird niemanden verletzen.“ Hinzu kommen Wörter – Fragemente aus entsprechenden Nachrichten oder aus dem Jetzt. Die beiden spiele ihre choreographierte Komposition auf Synthesizer live.

Angeregt wurden die beiden Künstler von Wissenschaftsmeldungen über kosmische Katastrophen, die die Erde verändert haben, verändern werden. Ein Meteorit hat vermutlich das Wasser auf die Erde gebracht, ein Einschlag wahrscheinlich die Dinosaurier nachhaltig vernichtet, den Aufstieg der Säugetiere, des Menschen ermöglicht. Ein solcher Sprengkörper aus dem All besitzt im Vergleich zum vom Menschen geschaffenen Nuklearwaffen mindestens zehnfache Kräfte. Ein solcher Treffer ist „nur“ eine Frage der Zeit. Wird Leben danach möglich sein, wie sich entwickeln, mit oder ohne Menschen? Die Künstler versichern trotz der apokalyptischen Dimensionen ihrer Performance: „Es endet mit Hoffnung.“

Zum Thema

Die Eröffnung findet am Dienstag (10. Januar) um 19 Uhr am Wewerka-Pavillon (Kardinal-von-Galen-Ring / Aasee-Uferweg) statt. Zur Einführung spricht Prof. Dr. Nina Gerlach. Die Performance ist drei Mal zu sehen: am 10. Januar, 14. Februar und 2. März jeweils um 19 Uhr.

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