Plattdeutscher Jahresabschluss in der Tibus-Residenz
20 Jahre „Tüschken de Jaohre“

Münster -

Bereits zum 20. Mal fand der heiter-besinnliche Jahresausklang der Augustin-Wibbelt-Gesellschaft unter dem Motto „Tüschken de Jaohre“ (auf Hochdeutsch „Zwischen den Jahren“) mit plattdeutschen Texten und Liedern statt, mal nachdenklich, mal unbeschwert. Zahlreiche am Plattdeutschen Interessierte füllten den Veranstaltungssaal der Tibus-Residenz.

Mittwoch, 03.01.2018, 18:01 Uhr

Generationsübergreifend war die Pflege der plattdeutschen Sprache beim „Tüschken de Jaohre“.
Generationsübergreifend war die Pflege der plattdeutschen Sprache beim „Tüschken de Jaohre“. Foto: Claudia Maria Korsmeier

Heinz Lenkenhoff führte humorvoll durch das Programm. Er hatte zusammen mit Elmar Schilling (Geschäftsführer der Augustin- Wibbelt-Gesellschaft) die Organisation des Abends in Händen und das Programm umsichtig gestaltet.

Den Auftakt des Abends bildete das Gedenken an den kürzlich verstorbenen Albert Rüschenschmidt, der sich zeitlebens für das Plattdeutsche als Kulturgut eingesetzt hatte. Dann erinnerte Ruth Betz an den ersten Abend, der „Tüschken de Jaohre“ hieß, aber letztlich nicht die erste Veranstaltung der Wibbelt-Gesellschaft zum Jahresende war. Viele der damals Beteiligten waren auch nach 20 Jahren noch mit Beiträgen aktiv.

Präsentiert wurden Texte von Albert Rüschenschmidt, Augustin Wibbelt, Richard Schmieding, Josef Uhlenbrock und Hannes Demming. Zu Wort kamen neben Ruth Betz auch Rudolf Averbeck, Elisabeth Georges, Friedhelm Wacker, Hannes Demming, Hermann Fischer, Robert Hüchtker und Richard Schmieding. Themen waren Tiere und Menschen, weltliche und kirchliche Dinge, das Miteinander der Generationen und Konflikte zwischen verschiedenen Wertvorstellungen.

Die Kinder Maja Lutz und Johanna Schwarz aus Hiltrup, die in der Plattdeutsch-AG unter der Leitung von Elisabeth Georges Gedichte zum Thema Tannenbaum einstudiert hatten, begeisterte das Publikum mit ihrem Vortrag, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Publikum durfte singen und plattdeutschen Liedern lauschen, vorgetragen von Dorothea Schütte, Claudia Korsmeier und Elmar Schilling.

Zum Thema

Der nächste Leseabend findet am heutigen Donnerstag um 19.30 Uhr in der Bibliothek der Tibus-Residenz statt. Alle Teilnehmer dürfen selbst aus dem zweiten Band von Wibbelts Roman „Ut de feldgraoe Tied“ über das dörfliche Leben im Münsterland während des Ersten Weltkriegs vorlesen. Die Kenntnis des ersten Bands wird nicht vorausgesetzt. Hintergrundinformationen gibt der Moderator des Abends, Heinz Lenkenhoff. Der Eintritt ist frei.

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