Proben für Katholikentagsoratorium „Pax“
Friedenssehnsucht in Musik

Münster -

Eigens für den Katholikentag hat die Dommusik ein Oratorium in Auftrag gegeben. Der Titel des Werkes: „Pax“. Um sich einzusingen, die Noten zu lernen, haben sich die Chöre der Dommusik zu Proben auf der Jugendburg Gemen getroffen. Mit dabei war Komponist Roland Kunz aus Saarlouis.

Freitag, 23.02.2018, 23:02 Uhr

Details des Oratoriums „Pax“ stimmen Domkapellmeister Alexander Lauer (l.) und Komponist Roland Kunz bei den Probentagen auf der Jugendburg in Gemen ab.
Details des Oratoriums „Pax“ stimmen Domkapellmeister Alexander Lauer (l.) und Komponist Roland Kunz bei den Probentagen auf der Jugendburg in Gemen ab. Foto: Gudrun Niewöhner

„Holt den Zuhörer hinein in die Musik!“ Alexander Lauer ermuntert gestikulierend die Sänger vor seinem Klavier an, noch stärker aus sich herauszugehen. Sein Einsatz zeigt Wirkung. „Paaaax“ – beim zweiten Versuch klingt das knappe Wort überzeugender, beseelter. Münsters Domkapellmeister ist zufrieden: „Gut so.“ Eigens für den Katholikentag hat die Dommusik ein Oratorium in Auftrag gegeben. Der Titel des Werkes: „Pax“. Um sich einzusingen, die Noten zu lernen, haben sich die Chöre der Dommusik zu Proben auf der Jugendburg Gemen getroffen. Mit dabei war Komponist Roland Kunz aus Saarlouis.

Die Grundgedanken der geistlichen Vertonung basieren auf Worten von Franz von Assisi, eines der Lieblingsheiligen von Kunz. Sein Friedensgebet „Herr, mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ ist für den Saarländer eine Art Lebensaufgabe.

Warum gerade Kunz den Auftrag für das Katholikentagsoratorium bekommen hat, ist schnell erzählt: Auch Alexander Lauer kommt aus dem Saarland, und unter Musikern kennt man sich eben. Mit „Der Seele Ruh“ hat Kunz außerdem ein Oratorium für den Bayerischen Rundfunk zum 750. Geburtstag von Meister Eckhart im Jahr 2010 geschrieben, das Lauer gefallen hat.

Ende 2016 verabredeten beide die jetzige Zusammenarbeit. Im März vorigen Jahres machte sich Kunz ans Werk: „Zwei Wochen habe ich Tag und Nacht gearbeitet.“ Bis zum Feinschliff vergingen weitere Monate. Für den Saarländer ist es nicht irgendein musikalisches Stück: „Darin steckt ganz viel Geist.“ Für den gläubigen Christen kann sich Musik in einer Kirche am besten entfalten. Und noch etwas ist dem 57-Jährigen wichtig: „Meine Musik soll Harmonie stiften.“

In einer von Krieg, Flucht, Vertreibung und Hass überfluteten Gegenwart werden im Oratorium „Pax“ Friedensworte von Franz von Assisi zu hören sein, begleitet von Bibelversen. Die Eröffnung des Werkes mit dem traditionellen „Et in terra pax hominibus“ aus dem liturgischen „Gloria“ steht für die große Sehnsucht nach Frieden.

Zu hören sein werden der Mädchenchor am Dom, die Capella Ludgeriana (Knabenchor am Dom), der Domchor St. Paulus, die Musiker des Sinfonieorchesters Münster sowie die Solisten Rebecca Martin (Mezzoso­pran, Nürnberg), Daniel Ochoa (Bariton, Leipzig) und Domorganist Thomas Schmitz. Die musikalische Gesamtleitung hat Domkapellmeister Alexander Lauer.

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Erstmals aufgeführt wird das Oratorium am Donnerstag (Christi Himmelfahrt), 10. Mai, um 20 Uhr im St.-Paulus-Dom. Für diese Veranstaltung gelten nicht die Karten des Katholikentags. Kostenlose Einlasskarten (ohne Sitzplatzanspruch) gibt es am 10. Mai ab 12 Uhr in der Domvorhalle (Paradies) sowie im Domshop, Spiegelturm 2.

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