GOP-Show mit Moderator Claude Criblez
Immer schön langsam

Münster -

Wenn den Schweizern eine Eigenschaft zugeschrieben wird, dann ist es die Langsamkeit. Aber genau die kann ja wohltuend erholsam sein und muss in einer Unterhaltungsshow nicht langweilig wirken – wenn das Timing stimmt. Und genau das trifft bei der neuesten GOP-Produktion „Slow“, die jetzt ihre Premiere in Münster feierte, auf die Moderation des Berners Claude Criblez zu.

Montag, 19.03.2018, 16:03 Uhr

Der Schweizer Komiker Claude Criblez hat mit seinem „Flugzoo“ in der GOP-Show „Slow“ die Langsamkeit für sich entdeckt.
Der Schweizer Komiker Claude Criblez hat mit seinem „Flugzoo“ in der GOP-Show „Slow“ die Langsamkeit für sich entdeckt. Foto: GOP-Variete

Vermeintlich betulich, aber unglaublich präzise beim Setzen der Pointen bereitet der künstlerische Botschafter des benachbarten Alpenlandes dem Publikum rund zwei Stunden lang immer wieder Vergnügen, wenn er seine beiden selbstgebauten Flugkonstruktionen – einen silbernen Fisch und eine blaue Katze – durch den Varietésaal schweben lässt. Dazu entfaltet er seinen feinen Humor – Varieté als wohltuende Entschleunigung im sonst so hektischen Alltag.

Um Claude Criblez herum versammelt GOP-Hausregisseur Knut Gminder eine ganze Reihe interessanter Artisten. Ihre Auftritte begleitet die Österreicherin Ingrid Korpitsch vom Klavier am Bühnenrand aus zumeist gesanglich – wenn die grazile Artistin nicht gerade selber mit einer rockig-dynamischen Luftring-Nummer über der Bühne schwebt.

Jeweils am Anfang und am Ende von „Slow“ versammelt sich das gesamte elfköpfige Ensemble auf der Bühne. Zu Beginn entwickelt sich aus der Gesamtchoreographie die Nummer von Pavel Gurov am Vertikalmasten, auch „Chinese Pole“ genannt. Zusammen mit seiner Partnerin Acela Özcan setzt der russische Künstler mit einer tänzerischen Partnerakrobatik im Stile des „Contemporary“ später auch den Schlusspunkt einer Reihe von hochklassigen Darbietungen.

Ob es die Australierin Hazel Bock mit ihrer Jonglage, die Kanadierin Mélodie Lamoureux mit einer Hula-Hoop-Präsentation im Stile eine Ballerina oder der jugendlich-wilde Jonas Witt am Cyr ist – schon vor der Pause kommt keine Langeweile auf. Und in der zweiten Hälfte steigert sich das Tempo noch, wenn etwa der Taiwan-Chinese Chu Chuan-Ho mit bis zu drei Diabolos wirbelt oder das amerikanische Trio „Flight Crew Jump Rope“ eine rasante und farbenfrohe Springseil-Nummer auf die Bühne fetzt.

Zum Thema

„Slow“, bis zum 13. Mai im GOP-Varieté-Theater in Münster   ■ www.variete.de

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