"Duo Hanna Meyerholz" im Hot Jazz Club
Alte Songs und neuer Groove

Münster -

Obwohl es die Heimat ist, sind Hanna Meyerholz und ihr Duo-Partner Philipp Heinrich gar nicht so oft in Münster. Jetzt machen sie musikalisch aber mal wieder Halt.

Dienstag, 20.03.2018, 09:03 Uhr

"Duo Hanna Meyerholz" im Hot Jazz Club: Alte Songs und neuer Groove
Mit ihrer Musik unterwegs sein: Für Hanna Meyerholz und Philipp Heinrich gibt es beinahe nichts Schöneres. Jetzt macht das münsterische Duo auch mal wieder in der Heimatstadt Station. Foto: pd

Für Hanna Meyerholz und Philipp Heinrich ist es ein echtes Heimspiel. Als „Duo Hanna Meyerholz“ stehen sie am Freitag (23. März) mal wieder im Hot Jazz Club auf der Bühne. „Das ist immer ein Wiedersehen mit Freunden und Familie“, sagt Meyerholz. Und es sei etwas besonderes, auch wenn es in diesem Jahr keinen besonderen Aufhänger für das Konzert gibt. „Dieses Mal geht es darum, die Chance zu nutzen, die sich uns bietet, um bekannter zu werden“, sagt die Sängerin und Gitarristin.

Musikalisch passt das Duo gar nicht wirklich ins Jahr 2018. „Am liebsten würden wir in die 1970er-Jahre zurückreisen“, gibt Meyerholz offen zu. Und die beiden haben sich, so sagt es die 29-Jährige, „bewusst dagegen entschieden, unsere Musik aufzupimpen“. Sie solle nicht einfach nur Mainstream und erfolgreich sein. „In der Musikbranche ist es der vielleicht einzig sichere Hafen, wenn man immer voll hinter seiner Musik steht“, sagt Meyerholz.

Freitag, 21 Uhr, Hot Jazz Club, Hafenweg 26b.

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Heinrich, der unter dem Künstlernamen "Phil Wood" unterwegs ist, und Meyerholz machen bereits seit einigen Jahren zusammen Musik. „Es ist ein großes Vertrauen entstanden“, sagt die 29-Jährige. Beide sind hauptberuflich Musiker, aber nur von Konzerten und Alben können sie nicht leben. „Wir unterrichten beide“, sagt Meyerholz. Ohne gehe es einfach nicht.

Beim Konzert am Freitag hat das Duo vor allem das aktuelle Album „Going No­where“ im Gepäck, das im Januar 2017 erschienen ist. „Das steht im Fokus“, sagt Meyerholz. Aber auch ältere und neue Songs gibt es zu hören. Für die Fans in der Heimat hat sich das Duo auch noch einige Überraschungen überlegt. Wie die genau aussehen, wollte Hanna Meyerholz vorab allerdings nicht verraten.

Knapp 60 Konzerte spielen die beiden pro Jahr. Dabei sind sie in beinahe ganz Deutschland unterwegs, wie Meyerholz sagt: „Im Süden sind wir aber seltener als im Norden.“ Ziehe man eine Linie von Münster nach Berlin – „dann sind wir meist nördlich davon unterwegs“, sagt die Sängerin. Im April geht es mit einer kleinen Tour aber endlich mal in Richtung Süddeutschland. Wenn Hanna Meyerholz und Philipp Heinrich losfahren, dann immer in ihrem grünen Bulli. „Draußen ist unser Logo drauf“, sagt Meyerholz. Und von innen sei er „ganz schön retro“.

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Meyerholz und Heinrich wohnen beide noch immer in Münster, oft sind sie hier aber nicht mehr: „Wenn du das Unterwegssein nicht magst, brauchst du es gar nicht versuchen.“ Für das Duo gibt es aber, so sagen sie, nicht vieles, dass schöner ist, als mit der Musik auf Reisen zu sein.

Gerade schmieden die beiden Musiker Zukunftspläne. „Mit den zwei Alben sind wir noch längst nicht fertig“, sagt Meyerholz. Weitere sollen folgen. So entstünden immer neue Songs, auch mal mit einem „neuen Groove“: „Man ist in einer ständigen Entwicklung.“

Ab und zu träumen die beiden auch, wie Meyerholz sagt: „Ich war mal auf einem Konzert in der Lichtburg in Essen. Da zu spielen, das wäre mal was.“ Auch mit dem Gloria-Theater in Köln liebäugelt die Münsteranerin. Dafür müsste es aber eine „prominente Welle“ geben, so Meyerholz. Von alleine komme man dort nicht hin. „Aber darauf setzen wir nicht, darauf hoffen wir nur.“ Das Hauptziel sei außerdem ein anderes: „Die Musik, die wir machen, soll ehrlich bleiben.“

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