Sa., 16.09.2017

Münster-Barometer Sybille Benning liegt vorn

Münster-Barometer: Sybille Benning liegt vorn

Die Münsteraner sind in ihrer Wahlentscheidung vergleichsweise entschlossen: Nur 14,6 Prozent sind mit der Zweitstimmen-Vergabe noch unsicher, 21,4 Prozent wissen noch nicht, wen sie als Direktkandidaten wählen wollen. Foto: Grafik: wn

Münster - 

Wer wird bei der Bundestagswahl in Münster das direkte Ticket nach Berlin gewinnen, wer wird die meisten Stimmen in der Stadt holen? Nach dem Münster-Barometer spricht einiges dafür, dass Sybille Benning (CDU) ihr 2013 gewonnenes Direktmandat verteidigen könnte.

Von Karin Völker

Die von unserer Zeitung in Auftrag gegebene aktuelle repräsentative Meinungsumfrage der Forschungsgruppe Bema am Institut für Soziologie der Uni Münster unter 1094 wahlberechtigten Münsteranern sieht die Kandidatin der CDU vor ihrem stärksten Herausforderer Robert von Olberg.

Münsteraner planen Stimmensplitting

Gut zwei Wochen vor der Wahl sagten rund 40 Prozent der Münsteraner, sie wollten Benning ihre Erststimme geben. 32 Prozent wollen Robert von Olberg wählen, zwölf Prozent Maria Klein Schmeink (Grüne). Auf etwa sieben Prozent der Stimmen darf der linke Kandidat Hubertus Zdebel, auf fünf Prozent Jörg Berens ( FDP) und auf zwei Prozent Martin Schiller (AfD) hoffen.

Der Wahltrend für die Zweitstimme zeigt, dass viele Münsteraner offenbar vom Stimmensplitting Gebrauch machen wollen: Das zeigt sich besonders am im Barometer ermittelten Ergebnis für die SPD, das mit 23 Prozent Zweitstimmen in Münster deutlich unter dem Anteil liegt, den der Kandidat von Olberg erhalten könnte. Während der 28-Jährige als junger Kandidat laut Barometer bei den unter 40-Jährigen rund 37 Prozent der Erststimmen erzielen könnte, erreicht seine SPD beim Zweitstimmenergebnis in dieser Altersgruppe mit nur 18 Prozent und Platz drei hinter CDU (42 Prozent) und den Grünen (24 Prozent) einen Tiefstand.

Großer Gewinner: FDP

Als großer Gewinner der Bundestagswahl in Münster deutet sich im Barometer die FDP an, die in Münster mit zwölf Prozent ihr Zweitstimmenergebnis von 2013 knapp verdoppeln könnte. Wie die FDP werden auch Grüne, Linke und AfD voraussichtlich in Münster mehr Zweit- als Erststimmen erhalten.

Die Münsteraner sind in ihrer Wahlentscheidung vergleichsweise entschlossen: Nur 14,6 Prozent sind mit der Zweitstimmen-Vergabe noch unsicher, 21,4 Prozent wissen noch nicht, wen sie als Direktkandidaten wählen wollen. Bundesweit hatten Wahlforscher einen höheren Anteil Unentschlossener ausgemacht.

61,2 Prozent für Angela Merkel

Könnten die Münsteraner das Kanzleramt direkt vergeben, so würden sich 61,2 Prozent für Angela Merkel entscheiden, 27 Prozent für Martin Schulz.

Auffällig dabei: Während Merkel alle CDU-Wähler in Münster geschlossen hinter sich weiß, gilt das nicht für Martin Schulz und die hiesigen Wähler der SPD. Ein Viertel von ihnen würde eher Merkel als Kanzlerin wählen. Bei den münsterischen Grün-Wählern entscheiden sich jeweils die Hälfte für Merkel und Schulz.

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Bei Meinungsforschungs-Studien wie dem Münster-Barometer ergibt sich bei den Wahlfragen eine Fehlertoleranz von bis zu 1,6 Prozentpunkten bei kleinen Parteien mit einem Anteil um fünf Prozent und bis zu 3,7 Prozent bei Parteien/ Kandidaten mit einem Anteil von 50 Prozent.

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