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Mo., 11.07.2016

"Münster mittendrin" Stadtfest-Macher sind mit den Besucherzahlen „nicht zufrieden“

Tausende feierten auf dem Domplatz wie hier am Freitagabend. Doch die Veranstalter hatten mit mehr zahlenden Zuschauern gerechnet.

Tausende feierten auf dem Domplatz wie hier am Freitagabend. Doch die Veranstalter hatten mit mehr zahlenden Zuschauern gerechnet. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Viele Eintrittskarten für die Domplatz-Bühne wurden am Wochenende nicht verkauft. Die Organisatoren wollen sich nun auf Ursachen-Suche begeben.

Von Martin Kalitschke

Für die Top-Konzerte am Freitag und Samstag auf der Domplatz-Bühne hatten die Organisatoren des Stadtfestes jeweils 10 000 Eintrittskarten drucken lassen, Stückpreis: knapp zehn Euro. Der Verkauf blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück: Nur rund 3000 Musikfans wollten am Freitagabend Sister Sledge sehen, zwischen 6000 und 7000 am Samstagabend Joris.

Enttäuscht sei er nicht, sagt Marvin Lindenberg , Stadtfest-Mitorganisator und unter anderem für die Konzerte auf der Domplatz-Bühne verantwortlich. „Allerdings wäre es auch Quatsch, wenn ich sagen würde, dass ich superzufrieden bin.“ Wenn man 10 000 Eintrittskarten drucke, dann habe man natürlich die Hoffnung, dass alle 10 000 einen Abnehmer finden, so Lindenberg.

Fotostrecke: Joris beim Stadtfest 2016

Warum kamen weniger Besucher?

Warum diese Hoffnung nicht erfüllt wurde, wollen die Veranstalter nun im Rahmen einer „internen Ana­lyse“ ermitteln. Auch da­rüber, dass zum Stadtfest 2016 insgesamt weniger Besucher kamen als ein Jahr zuvor – so zumindest Marvin Lindenbergs Eindruck –, dürfte bei dieser Gelegenheit gesprochen werden.

Zurück zu den großen Konzerten. Zum jetzigen Zeitpunkt kann Lindenberg nur mutmaßen, warum der Zuspruch schlechter war als im Vorjahr. An der Qualität der Hauptacts kann es jedenfalls nicht gelegenen haben, betont der Jovel-Chef. „Sister Sledge und Joris haben eine geile Show abgeliefert.“ Aber woran lag es dann?

Fotostrecke: Stadtfest „Münster Mittendrin“ am Samstag Abend

Gehen Ältere lieber samstags aus?

Möglicherweise am Zeitpunkt. 2015 waren am Freitag mit Lena eher jüngere und am Samstag mit Kool & The Gang eher ältere Musikfans angesprochen worden. Diesmal spielten die Altstars von Sister Sledge am Freitag – und der vor allem bei Jüngeren beliebte Joris am Samstag. „Ältere gehen offenbar lieber samstags aus“, vermutet Lindenberg.

Marvin Lindenberg

Marvin Lindenberg Foto: Gunnar A. Pier

Gut möglich, dass diese Einschätzung Auswirkungen auf das Musikprogramm des kommenden Jahres haben werde. Er hält es zudem für sinnvoll, 2017 die Namen der Hauptacts früher bekanntzugeben und so den Vorverkauf zu verlängern. Dass sich EM, Wetter oder Ferienbeginn negativ auf den Kartenverkauf ausgewirkt haben könnten, glaubt er eher nicht.

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Preisen sollen stabil bleiben

An der Preisschraube will Lindenberg allerdings 2017 nicht drehen – auch wenn man für 25 oder 30 Euro pro Karte natürlich größere Stars nach Münster locken könnte als für zehn Euro. „Das Stadtfest ist ein Fest für alle Bürger – und das soll es auch bleiben“, stellt er klar.

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