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So., 09.07.2017

Stadfest "Münster Mittendrin" Münster feiert Nena

Stadfest "Münster Mittendrin" : Münster feiert Nena

Nena auf der Bühne am Domplatz beim Stadtfest "Münster Mittendrin". Foto: Oliver Werner

Münster - 

10.000 Fans haben am Samstagabend Nena auf dem Domplatz gefeiert. Fast 2 Stunden lang spielte sie ihre größten Hits, aber auch brandneue Songs. 

Von Martin Kalitschke

Um Punkt 22.30 Uhr legt Nena los. Man merkt ihr sofort an, dass sie so richtig Lust auf das Konzert auf dem münsterischen Domplatz hat. Sie rennt auf die Bühne, schnappt sich das Mikrofon, ruft: „Schön, dass ihr da seid“ – dann folgt der erste Song, „Genau jetzt“, und direkt danach „Nur geträumt“. Das Publikum geht von Anfang an mit, reckt die Arme in die Höhe, singt laut jeden Refrain mit. Schon nach wenigen Minuten ist klar: Das wird ein großer Konzertabend.

Nena singt, strahlt, winkt, ist permanent in Bewegung. „Münster, ich liebe euch!“, ruft Nena. „Wir dich auch!“, rufen die Zuschauer zurück. Der Gig auf dem Domplatz ist nicht irgendein Konzert für die Deutsch-Pop-Legende. „Früher bin ich mit meiner Patentante um den Aasee gelaufen. Münster ist für mich Familie. Jetzt liegt meine Patentante auf dem Friedhof. Sie musste sterben, aber wir sind noch hier.“

Fotostrecke: Nena rockt das Stadtfest

105 Minuten lang singt sie ihre größten Hits, aber auch neue Songs. „Fragezeichen“, dann „Leuchtturm“ – als Ragtime-Version mit Ukulele, direkt danach „Oldschool, Baby“, eine treibende Elektro-Nummer. Dann wird es still: Nena bittet um eine Schweigeminute für Hamburg, das drei Tage lang von Chaoten auseinandergenommen wurde. Das Licht geht aus, Stille auf dem Domplatz. Nena, die seit 22 Jahren in Hamburg lebt, hängt noch eine zweite Schweigeminute dran. Ein bewegender Moment.

Dann geht das Konzert weiter, bei „Wunder geschehn“ fliegen 20 000 Arme in die Höhe, es folgt „99 Luftballons“ in einem großartigen Mix mit „We Are the World“ und „Hey Jude“, dann „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“. Nena springt, rennt, wirbelt auf der Bühne umher.

Dass die Musikerin bereits 57 ist, merkt man ihr nicht ein einziges Mal an. Nur einmal, da kokettiert sie mit ihrem Alter. „Was ist das für ein Gebäude da hinten, ich habe meine Brille nicht dabei.“ „Das Rathaus“, antwortet das Publikum.

Zum Schluss spielt sie noch einmal „Nur geträumt“. „Das gab’s noch nie, dass ich das zwei Mal spiele“, ruft Nena ins Mikro. Dann ist Schluss. Das Publikum jubelt, Nena und ihre großartige Band lassen sich feiern, bleiben noch minutenlang auf der Bühne stehen. Ein fulminantes Konzert ist zu Ende. Was für ein Stadtfest-Abend, was für eine großartige Künstlerin!

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