Fr., 09.09.2016

Kultur- und Heimattage in Münster Tanz für mehr Toleranz

Tänzerinnen der Ballettschule Heidi Sievert setzten die Verhandlungen um den Westfälischen Frieden künstlerisch perfekt in Szene und waren auf dem Rathaus-Innenhof das Highlight zum Auftakt der 38. Kultur- und Heimattage.

Tänzerinnen der Ballettschule Heidi Sievert setzten die Verhandlungen um den Westfälischen Frieden künstlerisch perfekt in Szene und waren auf dem Rathaus-Innenhof das Highlight zum Auftakt der 38. Kultur- und Heimattage. Foto: hpe

Münster - 

Mit einer Tanz-Performance im Rathaus-Innenhof wurden am Donnerstag die 38. Kultur- und Heimattage des Stadtheimatbundes eröffnet. Bis zum 25. Oktober wird eine Vielzahl an Brauchtumsveranstaltungen im Stadtgebiet angeboten.

Von Helmut P. Etzkorn

Es soll „eine Hommage an das europäische Kulturerbe“ sein: Die Tänzerinnen der Ballettschule Heidi Sievert begeisterten am Donnerstagnachmittag mit der Premiere ihrer Darbietung „Toleranz durch Dialog“ an und auf der Chillida-Skulptur im Rathaus-Innenhof. Sie setzen damit vor vielen Zuschauern ein starkes Startsignal für die 38. Kultur- und Heimattage des Stadtheimatbundes .

Erstmals eröffnete ein „Kulturgang“ durch die Innenstadt den Veranstaltungsreigen, der bis zum 25. Oktober die Vielfalt der lokalen Kulturarbeit und Heimatpflege dokumentieren soll. An der Nordseite des Domes stellte zunächst Prof. Josef Vasthoff die Gerresheim-Kreuzigungsgruppe vor, anschließend rezitierte Ulrich Tarner vor der Apostelkirche den Urfaust in plattdeutscher Sprache.

Stadtheimatpfleger Heinz Heidbrink : „Wir haben den Auftakt bewusst einmal ganz anders gestaltet, um noch mehr Menschen für die Brauchtumspflege begeistern zu können.“

Ein erster Schwerpunkt unter dem Thema „Gemeinsam Denkmale erhalten“ wird am kommenden Sonntag (11. September) gesetzt. Viele Heimathäuser haben am „Tag des offenen Denkmals“ ihre Türen geöffnet. Beispielsweise das Torhaus am Neutor, das Gallitzinhaus in Angelmodde und der Mühlenhof, wo am Sonntag ab 19 Uhr ein Lambertusspiel geboten wird. „Die Heimatvereine präsentieren mit Stolz ihre historischen Refugien“, so Heidbrink.

Stadtheimatbund und Kirchengemeinde St. Lamberti veranstalten am 17. September ab 19 Uhr das beliebte Lambertusspiel in der City, am 2. Oktober wird auf dem Mühlenhof Erntedank gefeiert. Ab dem Mittag kommen die Heimatfreunde aus Albachten zum Dreschen.

Bürgervereinigung Kinderhaus, Sauerländischer Gebirgsverein sowie die Kultur- und Heimatfreunde Angelmodde bieten Wanderungen und Aktionen in ihren Stadtteilen an. So beispielsweise am 20. Oktober in Nienberge, wo auf dem Hof Rölver der Heimatfilm „Westfalenlied“ gezeigt wird. Am 23. Oktober beginnt um 16 Uhr das „Konzert für den Frieden“ in St. Lamberti.

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Höhepunkt und Abschluss der Kultur- und Heimattage wird am 25. Oktober ab 16 Uhr das Historienspiel 1648 auf dem Platz des Westfälischen Friedens sein. Glockenspiel-Konzert, eine Performance der Ballettschule Heidi Sievert, das Spiel zur Verkündigung des Westfälischen Friedens mit Friedensreiter und ein Geläut der vier Altstadtkirchen sind geplant. Das komplette Programm der Heimattage findet sich auf der Internetseite des Stadtheimatbundes.

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