Do., 01.12.2016

Modernste Technik Nitrat und Co. auf der Spur

Einen Blick in die neuen Laborräume der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt NRW warfen Johannes Frizen (Präsident der Landwirtschaftskammer, l.) und Kammerdirektor Dr. Martin Berges. Laborleiterin Nicole Liesen ist in Bodenproben Ammoniak und Nitrat auf der Spur.

Einen Blick in die neuen Laborräume der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt NRW warfen Johannes Frizen (Präsident der Landwirtschaftskammer, l.) und Kammerdirektor Dr. Martin Berges. Laborleiterin Nicole Liesen ist in Bodenproben Ammoniak und Nitrat auf der Spur. Foto: Dirk Anger

Münster - 

Im Zentrum Nord unterhält die Landwirtschaftskammer ein großes Versuchslabor. 6,8 Millionen Euro wurden hier jetzt investiert.

Von Dirk Anger

Das Weiß an den Wänden ist noch frisch, die Labortechnik auf neuestem Stand: Im Zentrum Nord hat die Landwirtschaftkammer NRW nach eigenen Angaben rund 6,8 Millionen Euro ­investiert. Boden, Wasser, ­Lebens- und Futtermittel – jährlich etwa 260 000 Proben aus diesen Bereichen untersuchen die Mitarbeiter in der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (Lufa).

Dafür bietet der am Donnerstag eingeweihte Neubau nach Einschätzung von Kammerpräsident Johannes Frizen jetzt beste Voraus­setzungen. Schließlich haben sich auch die Anforderungen gewandelt, wie Kammerdirektor Dr. Martin ­Berges bei der offiziellen Eröffnung betont. „In den vergangenen Jahren sind immer mehr Aufgaben im Bereich der Umweltanalytik hinzugekommen.“

Früher, so erinnert Berges, ging es darum, mithilfe der Untersuchungsergebnisse die Erträge zu steigern. Inzwischen sei der Verbraucherschutz ein großes Thema – etwa bei der Unter­suchung auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schwermetallen.

So gibt der Handel Proben bei dem Labor im Norden der Stadt ab, um nach­prüfen zu lassen, ob beispielsweise bei Salat oder Kirschen die einschlägigen Grenzwerte überschritten sind. Dass Lebensmittel deshalb nicht zum Verzehr geeignet sind, sei aber die „große Ausnahme“, wie der ­wissenschaftlich-technische ­Lufa-Leiter, Dr. Hans-Hajo Neumann, erklärt. Die ­Experten schreiben dies einem engmaschigen Überwachungsnetz zu.

Der nach 14 Monaten ­fertiggestellte Neubau bietet allein 1700 Quadratmeter Laborfläche. Weitere 400 Quadratmeter finden sich im angeschlossenen Altbau. Insgesamt zehn Kilometer Datenkabel und 24 Kilometer elektrische Leitungen wurden verlegt, um alles auf den neuesten Stand zu bringen und die Arbeitsabläufe möglichst effizient zu ge­stalten. „Denn wir bewegen uns im freien Wettbewerb“, sagt Kammerdirektor Berges. Das Labor der Landwirtschaftskammer konkurriert mit privaten Anbietern. ­Deshalb steht die Umwelt analytik nicht nur Land­wirten und Gärtnern offen. Auch Verbraucher können hier ihre Proben hier abgeben.

Im Bereich der Unter­suchungen arbeiten 117 ­Mitarbeiter am Nevinghoff. ­Insgesamt beschäftigt die Landwirtschaftskammer NRW demnächst 440 Mitarbeiter in Münster.

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