Fr., 02.12.2016

Südbad Grüne und CDU setzen auf Südbad mit Bürgerbeteiligung

Bis 2008 war das Südbad am Inselbogen in Betrieb. Die Fläche liegt nun schon lange brach.

Bis 2008 war das Südbad am Inselbogen in Betrieb. Die Fläche liegt nun schon lange brach. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Bürger sollen sich finanziell am Neubau des Südbads beteiligen können und für ihre Einlagen Rendite bekommen. Klappt der Plan?

Von Dirk Anger

Die Grünen setzen darauf, dass der Neubau eines Südbads weitgehend über Geld aus einem Bürgerbeteiligungsmodell finanziert werden kann. Wie berichtet, sollen bei dem Hallenbad-Projekt nach dem Willen von CDU und Grünen die Stadtwerke als Investor auftreten. Dabei steht aber laut Grünen-Faktionschef Otto Reiners der genossenschaftliche Gedanke eindeutig im Vordergrund.

Ähnlich wie es die Stadtwerke in der Vergangenheit bei Windrädern praktiziert haben, soll das städtische Versorgungsunternehmen zunächst finanzielle Beteiligungsmodelle zur Einbindung von Anliegern und Bürgern auf den Weg bringen, heißt es. „Wir bauen auf die professionelle Erfahrung“, so Reiners. Nach der Fertigstellung ist geplant, dass die Stadtwerke das Bad an einen neuen Eigenbetrieb, der auch die übrigen Schwimmbäder betreiben soll, verpachtet.

Der ursprüngliche Kostenrahmen für den Neubau des Südbads, der im Verwaltungsvorschlag mit 11,1 Millionen Euro netto beziffert worden ist, ist inzwischen aus der für Mitte Dezember im Rat zur Abstimmung stehenden Version gestrichen worden: Stattdessen soll der Kostenrahmen vom Investor, sprich den Stadtwerken, abschließend ermittelt werden, haben CDU und Grüne beschlossen. „Unsere Motivation ist es nicht für elf Millionen Euro zu bauen“, erklärte Reiners.

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Stadtwerke-Chef Henning Müller-Tengelmann betonte, dass man ein zu bauendes Südbad an die Stadt verpachten würde. Allerdings haben die Stadtwerke ihre Bereitschaft erklärt, den Betrieb der Bäder zu managen, um das durch den Bäderbe­trieb entstehende Defizit zu mindern. Die Politik geht von möglichen Einsparungen in Höhe von einer halben Million Euro aus. Zugleich verspricht man sich mehr Flexibilität etwa bei den Öffnungszeiten. Allerdings soll auch ein geringer als jetzt ausfallendes Defizit von der Stadt zu tragen sein.

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