Sa., 22.07.2017

Akrobaten-Workshop mit Mutoto Chaud Pyramide der Völkerverständigung

Unglaublich, was im Team funktioniert: Die Akrobaten von Mutoto Chaud formierten sich mit den deutschen Kindern zu Menschen-Pyramiden.

Unglaublich, was im Team funktioniert: Die Akrobaten von Mutoto Chaud formierten sich mit den deutschen Kindern zu Menschen-Pyramiden. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Zum Abschluss der Deutschland-Tournee der kongolesischen Theater- und Akrobatiktruppe Mutoto Chaud kamen 40 Kinder aus der Region in den Genuss eines Akrobatik-Workshops bei Blau-Weiß Aasee – mit großartigen Menschenpyramiden.

Von Karin Höller

Schwarze und weiße Gesichter strahlen bei dieser Menschenpyramide in der Turnhalle von Blau-Weiß Aasee um die Wette. Konzentrierte Gesichter, freundliche Zurufe – beim Kinderworkshop zum Abschluss der Deutschland-Tournee der Theater- und Akrobatik-Truppe „ Mutoto Chaud“ läuft deutsch-kongolesische Völkerverständigung im Kleinen. „Jeder muss sich auf den anderen verlassen können und sich genau abstimmen, das macht Spaß“, sagt Moritz (10) aus Ostbevern.

Er ist eines von 40 Kindern, die aus dem gesamten Münsterland und sogar aus den Niederlanden zum Workshop angereist sind. Denn sie alle haben die Auftritte von Mutoto Chaud in ihren Städten begeistert. „Mehr Kongo zum Anfassen gibt es nicht“, bringt es Gunda Klöpping auf den Punkt, die seit Jahren die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins Mutoto koordiniert und nun eine großartige Bilanz zieht: „In 90 Tagen hat die Truppe in 17 Städten rund 30 000 Menschen erreicht.“ Über die Kooperationen mit vielen Schulen und Vereinen „finden wir Multiplikatoren für die entwicklungspolitische Arbeit“ des Vereins, der Straßenkinder und Jugendliche in der Millionenstadt Lubumbashi im Südosten der Demokratischen Republik Kongo fördert.

Jetzt, in der Turnhalle des Vereins Blau-Weiß Aasee, der sein Ferienprogramm gemeinsam mit Mutoto gestaltet, reichen sich die Kinder aus unterschiedlichen Nationen im wahrsten Sinne des Wortes die Hand, ziehen sich zu mehrere Meter hohen Pyramiden in schwindelerregende Höhe. Und sie balancieren, wie Simon, auf dem Kopf des kongolesischen Trainers. „Das ist eine Frage von Vertrauen“, sagt der elfjährige Schüler des Stein-Gymnasiums, der sich in diesem Jahr gleich zwei Vorführungen von Mutoto Chaud angeschaut hat – „in Gievenbeck und in Coesfeld“. Und dann entschieden hat: „Das möchte ich auch ausprobieren.“ Einige der 40 Kinder, die beim Workshop vollen Einsatz zeigen, haben bereits Vorerfahrungen. „Ich bin in der Akrobatik AG an der Matthias-Claudius-Schule“, erzählt Martha (8) selbstbewusst.

Beim Ferienprogramm von Blau-Weiß Aasee kann sie auch in andere Sportarten schnuppern, wie Koordinator Niels Ludorf betont. Für Mutoto Chaud geht indes am 8. August der Flieger zurück gen Heimat. „Leider“, wie Dona (11) findet. „Hier bleibt es so lange hell und man kann abends draußen spielen.“ Im Kongo ist es bereits um 18 Uhr dunkel.

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