Fr., 08.09.2017

39. Kultur- und Heimattage Skulpturen auf Plattdeutsch

An den „Chillida-Bänken“ -- entstanden zu den Skulptur-Projekten 1987 – eröffnete Hannes Demming (l.) seine Tour durch die Innenstadt. Auf Plattdeutsch und mit viel Humor interpretierte Demming die Skulpturen.

An den „Chillida-Bänken“ -- entstanden zu den Skulptur-Projekten 1987 – eröffnete Hannes Demming (l.) seine Tour durch die Innenstadt. Auf Plattdeutsch und mit viel Humor interpretierte Demming die Skulpturen. Foto: f

Münster - 

Die Skulptur-Projekte erschließen sich nicht jedem, stellt auch Hannes Demming fest. Mit viel Humor – und natürlich auf Plattdeutsch – führte er zu einigen Skulpturen in der Innenstadt. Mit seiner Tour eröffnete er die 39. „Münsterschen Kultur- und Heimattage“.

Von Anna Spliethoff

„De Idee, dat düt wul ne Skulptur kön sien, wil nich in mienen Kop harin“, sagt Hannes Demming über den Lkw, der vor dem LWL Museum für Kunst und Kultur geparkt wurde. Doch man habe ihm gesagt: Kunst sei das, gar hochmodern.

Ein echtes münsterisches Urgestein eröffnete am Donnerstagnachmittag die 39. „Münsterschen Kultur- und Heimattage“. Hannes Demming führte auf einem „Kulturgang“ zu verschiedenen Objekten der Skulptur-Projekte – und interpretierte sie auf Plattdeutsch und mit viel Humor.

„Die Eröffnung der Heimat- und Kulturtage steht damit in Verbindung zu dem, was in Münster passiert“, erläuterte Ursula Warnke, Vorsitzende des Stadtheimatbundes. Bis zum 25. Oktober laden Vereine und Verbände aus der ganzen Stadt zu insgesamt „über 70 Veranstaltungen verschiedener Art ein“, wie der stellvertretender Vorsitzende Peter Kaenders erklärt.

Der Glockenturm der Überwasserkirche wird besichtigt, in der Stadtbücherei gibt es mehrmals „En Veerdelstündken Platt“ und auch traditionelle Veranstaltungen wie die Lambertusfeste der Heimatvereine sind im Angebot.

„Doch das absolute Highlight gibt es zum Abschluss“, macht Kaenders deutlich. Am 21. Oktober wird ein Spiel zum Westfälischen Frieden aufgeführt. Der Titel lautet „Vivat Pax“. Zu Deutsch: Es lebe der Frieden. „Das Spiel machen wir schon seit 15 Jahren, aber jetzt haben wir es vollkommen neu inszeniert“, so der stellvertretende Vorsitzende.

Seit zwei Jahren ist das Spiel in Planung, 30 Aktive – Sänger, Artisten und Blechbläser – erinnern an den Westfälischen Frieden von 1648. Das Spiel wird deshalb auch nicht nur um 13 Uhr, sondern auch um genau 16.48 Uhr aufgeführt.

Den Anfang der heutigen „Heimat- und Kulturtage“ machte im Jahr 1978 eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Heimatvereinen der Stadt. Auch Ruth Betz war damals schon dabei: „Das Programm fing niederdeutsch an. Es hat sich in 39 Jahren aber sehr gewandelt.“

Bereits zum zweiten Mal machte Demming mit seinem „Kulturgang“ den Anfang „mitten in der Stadt“, so Warnke. Dort sei ein guter Startpunkt – hinein in Münsters Kultur.

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