Do., 19.10.2017

Aktion des Stadtheimatbundes Neues Historienspektakel feiert Premiere

Laiendarsteller auf einem mittelalterlichen Marktplatz stehen beim neuartigen Historienspektakel im Mittelpunkt. Vorne auf der Bank Regisseur Markus Kopf, rechts neben ihm Autor Hans-Peter Boer.

Laiendarsteller auf einem mittelalterlichen Marktplatz stehen beim neuartigen Historienspektakel im Mittelpunkt; vorne auf der Bank Regisseur Markus Kopf, rechts neben ihm Autor Hans-Peter Boer. Foto: hpe

Münster - 

Am Samstag (21. Oktober) hat das neue Historienspektakel „Vivat Pax. Es lebe der Friede. Die Hölle muss leer sein, alle Teufel sind in Münster“ auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus Premiere.

Von Helmut P. Etzkorn

Der Marktplatz in Münster im Oktober 1648. Bürger, Bauern, Händler, Gaukler, Musiker und Artisten sprechen, schimpfen und singen über die gerade in der Stadt laufenden Friedensverhandlungen. „Die Hölle muss leer sein, denn alle Teufel sind in Münster“, wird gerufen. Und so lautet auch der Titel für die Premiere eines völlig neuartigen Historienspektakels vom Stadtheimatbund am Samstag (21. Oktober) um 13 Uhr und um 16.48 Uhr auf dem Platz des Westfälischen Friedens hinter dem Rathaus.

„Nicht die Herrschenden kommen zu Wort, sondern das Volk. Es kommentiert den Krieg und die Verhandlungen mit seiner eigenen Sprache. Es wird gestritten, getanzt, gelästert und diskutiert“, sagt Hans-Peter Boer, der den Text für die Neubearbeitung des früheren Historienspiels übernommen hat.

Zuschauer sollen nicht nur über das historische Ereignis aufgeklärt, sondern generationsübergreifend unterhalten werden. „Es ist in erster Linie ein Volkstheater-Ereignis. Ein Spiel von Bürgern für Bürger“, so Boer.

Unter der Regie des künstlerischen Leiters Markus Kopf, der mit seinen psychologisch ausgerichteten Inszenierungen bundesweit bekannt ist, sind auch Parallelen zur heutigen Zeit erkennbar.

Seit Mai laufen die Proben mit rund 40 Laiendarstellern und Statisten. Mit dabei eine Hochschulsport-Gruppe der Uni. „Wir können Akrobatik mit einer Inszenierung verbinden. Das ist für uns neu und spannend“, so Fabian Perko und Jennifer Menzel. Anil Thamm (15) ist der jüngste Spieler im Ensemble und schlüpft in die Rolle eines armen Jungen. „Ein Stück Geschichte hautnah erleben. Das fasziniert mich“, sagt er. Für Alfred Holtmann, Leiter des Bläserensembles am Paulinum, war das Einstudieren von Musik aus der Zeit des Westfälischen Friedens besonders interessant. Die Freilichtbühne Reckenfeld wird den Platz am Samstag verwandeln, Jugendliche der Realschule Wolbeck haben großformatige Masken für „Vivat Pax, es lebe der Friede“ gebastelt.

„Die finanzielle Förderung ist bis 2019 gesichert. Ohne Ehrenamt und Förderer wäre das Projekt nicht möglich gewesen. Die aktuellen Bezüge im Schauspiel sind unübersehbar. Reden statt kämpfen, verhandeln statt drohen. Das sind Blaupausen für die Lösung von Konflikten in der heutigen Zeit“, so Stadtheimatpfleger Heinz Heidbrink.

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