Prozess vor dem Landgericht
41-Jähriger muss in die Psychiatrie

Münster -

Der 41-jährige Münsteraner hatte Patienten und Betreuer in der geschlossenen Abteilung eines psychiatrischen Krankenhauses bedroht und verletzt – und einen Mitbewohner sogar so stark gewürgt, dass dieser Rötungen im Hals- und Rückenbereich davontrug. Am Dienstag nun ordnete das Landgericht im Rahmen eines Sicherungsverfahrens die Unterbringung des 41-Jährigen in einer Psychiatrie an. Die Würge-Attacke auf seinen Mitbewohner bewertete der Richter als versuchtes Tötungsdelikt.

Dienstag, 17.04.2018, 17:04 Uhr

 
  Foto: Colourbox.de

Zuvor hatte das Gericht festgestellt, dass der Beschuldigte nicht schuldfähig ist. Die Einweisung wurde angeordnet, da ansonsten weiter mit erheblichen Straftaten zu rechnen gewesen wäre.

Der 41-Jährige befand sich bereits seit Jahren in psychiatrischer Behandlung. Er leidet an einer paranoiden Schizophrenie. In den vergangenen drei Jahren hatte sich sein Zustand noch einmal verschlechtert, zugleich schlug die Behandlung nicht wie erhofft an, hieß es vor Gericht.

Die Unterbringung in der Psychiatrie ist zeitlich nicht befristet. Einmal im Jahr soll sein gesundheitlicher Zustand überprüft werden.

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