Fußballquiz von „Fanport“ und Preußen-Stammtisch
Maskottchen, Derbys und WM-Gegner

Münster -

So mancher selbst ernannte Fußballexperte wurde gewaltig geerdet: Denn die Fragen hatten es in sich, die Stefan Woischner vom „Fanport“ und Marc-André Dütschke vom Preußen-Stammtisch mitgebracht hatten. Selbst die wirklich hartgesottenen Fans mussten so manche Antwort schuldig bleiben beim ersten Fußballquiz in der „Nordschänke“, der Sportkneipe im Kreuzviertel. Organisiert wurde das Quiz vom sozialpädagogischen Fanprojekt „Fanport“ am Preußenstadion.

Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr

Marc-André Dütschke vom Preußenstammtisch (l.) und Stefan Woischner vom „Fanport“ (2.v.l.) luden in der „Nordschänke“ zum ersten Mal zu einem Fußballquiz ein.
Marc-André Dütschke vom Preußenstammtisch (l.) und Stefan Woischner vom „Fanport“ (2.v.l.) luden in der „Nordschänke“ zum ersten Mal zu einem Fußballquiz ein. Foto: cro

Ein Beispiel: „Welcher Verein hatte in der Bundesliga 2017/18 die wenigstens Zuschauer im eigenen Stadion?” Da könnte man drauf kommen, so die Meinung der Moderatoren: „Der SC Freiburg mit 406 000 Zuschauern”, so Woischner. Und welche Länder trafen beim ersten WM-Spiel aufeinander? Die 13 Zwei-Kopf-Mannschaften stöhnten, aber das half nichts. „Es waren Frankreich und Mexiko”, so die Moderatoren.

Nach den ersten zwei Runden zum Thema Aktuelles und WM-Geschichte wurden die Ergebnisse das erste Mal ausgewertet und die Mitspieler machten Pause. „Ich weiß ja gar nichts”, stöhnte einer der Teilnehmer. Ein anderer war sich sicher: „Die Fragen sind viel zu schwer.” Doch alle waren sich nach zehn Runden mit je sechs Fragen einig: „Besser zu schwer als anders.”

Nicht ein Thema ließen Woischner und Dütschke aus, von Maskottchen bis Fußballzitaten wurde alles abgefragt – aber immer mit der Ermunterung: „Die nächste Frage ist nicht so schwer.” Allerdings sprachen die fragenden Gesichter eine andere Sprache, aber auch der Spaß war nicht zu übersehen. „Ich hätte auch nur ein paar Fragen gewusst”, gab auch Edo Schmidt, Leiter von „Fanport“ zu. Dennoch war der Soziologe begeistert: „Die Teilnehmer sind echt gut, und wir fördern die Fankultur.” Denn, so beklagte Schmidt, in Münster gebe es Fankultur kaum: „Wir rücken die Fußballfans näher zusammen.“ So durfte auch eine Fragerunde über die Preußen nicht fehlen. Aber wer weiß schon, gegen wen die Adler fünf Mal in der Relegation zum Aufstieg 1948 in die Oberliga West gespielt haben? „Da war ich noch nicht mal geboren”, unkte ein Zuschauer. Antwort: SuS Recklinghausen. Und dass es sich bei dem Derby Della Madonnina um den Stadtkampf zwischen AC und Inter Mailand handelt, war strittig.

Am Ende war dann klar, dass selbst die Sieger nur die Hälfte der Fragen beantworten konnten, der Spaß aber gleich doppelt groß war. „Es hat uns auf alle Fälle tierisch Spaß gemacht und wir werden das sicher im Winter noch einmal wiederholen”, war sich Stefan Woischner sicher.

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