Wettbewerb „Fahrradregion des Jahres 2018“
Ausgezeichnete Fahrradstadt für Pendler: Münster liegt im Städtevergleich vorn

Münster -

Münster darf sich über zwei weitere Auszeichnungen als Fahrradstadt freuen: Im Städtevergleich um das Prädikat „Fahrradregion des Jahres 2018“ belegt Münster den ersten Rang in der Kategorie „Pendler“. Den Bronze-Rang erreicht das Münsterland in der Kategorie „Familie“.  

Mittwoch, 13.06.2018, 19:00 Uhr

Münster ist mit dem Prädikat „Fahrradregion des Jahres für Pendler“ ausgezeichnet worden. Das Team um Stadtbaurat Robin Denstorff (2.v.r.) und Planungsamtsleiter Christopher Festersen (l.) richtet den Blick auf die kommenden Aufgaben.
Münster ist mit dem Prädikat „Fahrradregion des Jahres für Pendler“ ausgezeichnet worden. Das Team um Stadtbaurat Robin Denstorff (2.v.r.) und Planungsamtsleiter Christopher Festersen (l.) richtet den Blick auf die kommenden Aufgaben. Foto: Stadt Münster

Im Wettbewerb „Fahrradregion des Jahres 2018“ wurden Städte und Regionen aus dem deutschsprachigen Raum in acht Kategorien bewertet, ausgelobt vom Onlinefachhändler fahrrad.de, der Fahrradcommunity Bikemap und dem Magazin Bike Bild. In der Pendler-Kategorie hat sich die Fahrradstadt Münster deutlich durchgesetzt. In ihrer Begründung verweist die Fachjury auf die besondere Bedeutung der Leeze in Münster: „Münster und Fahrrad, das gehört zusammen wie Öl und Essig, Schraube und Mutter oder Salz und Pfeffer“.

Regeln auf Fahrradstraßen

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  • Was ist denn eine Fahrradstraße? Mit diesem Schild können viele Verkehrsteilnehmer wenig anfangen. 1997 wurden durch die sogenannte Fahrrad-Novelle der Straßenverkehrsordnung die Regeln für Fahrradstraßen festgelegt:

    Foto: dpa
  • Als Fahrradstraßen werden Straßen bezeichnet, die vorrangig für den Radverkehr vorgesehen sind.  Sie sollen Vorteile gegenüber dem Kfz-Verkehr schaffen und so auch zu mehr Sicherheit für Radfahrer führen.

    Foto: Jan Hullmann
  • In Deutschland ist die Nutzung einer solchen Fahrradstraße dem Radverkehr vorbehalten. Radfahrer dürfen hier auch nebeneinander fahren.

    Foto: Michael Grottendieck
  • Soll die Straße auch durch andere Fahrzeuge befahren werden, muss dies durch Zusatzzeichen ausgeschildert sein. So kann zum Beispiel der Autoverkehr für Anlieger oder nur in eine Richtung erlaubt sein.

    Foto: Jan Hullmann
  • Radfahrer haben auf einer Fahrradstraße Vorrang vor Autos und anderen Fahrzeugen, welche diese Straße benutzen. Doch dies bedeutet nicht, dass Fahrradfahrer auch an Kreuzungen Vorfahrt haben, hier gilt – sofern nichts anderes ausgeschildert wurde – „rechts vor links“.

    Foto: Jan Hullmann
  • Andere Kraftfahrer müssen sich auf der Fahrradstraße dem Radverkehr anpassen, sodass ein Behinderung oder Gefährdung der Radfahrer vermieden wird. Das gilt insbesondere auch für Überholvorgänge. Dabei muss ein ausreichender Seitenabstand - laut Rechtsprechung mindestens  1,5 Meter - eingehalten werden.

    Foto: Tobias Denne (Archiv)
  • Auf einer Fahrradstraße muss die Geschwindigkeit von Kraftfahrzeugen  immer angepasst sein. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Fahrradstraßen beträgt darüber hinaus immer 30 km/h. Darauf weist auch dieses Schild am Lindberghweg in Münster hin.

    Foto: Stadt Münster (Archiv)
  • Zu den zwölf bestehenden Fahrradstraßen in Münster sollen noch zehn weitere hinzukommen.

    Foto: Martin Kalitschke, Grafik: Jürgen Christ

Nicht auf "Fahrrad-Image" ausruhen

„So ein Preis zeigt, dass bei uns im Radverkehr die Richtung stimmt. Und er ermutigt uns, weiter in die Fahrradinfrastruktur zu investieren und möglichst vielen Menschen in unserer Stadt das Fahrrad als Verkehrsmittel Nummer 1 anzubieten“, freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über die Auszeichnung. Er richtet gleichzeitig den Blick auf die anstehenden Aufgaben. „13 neue Velorouten in die Außenstadtteile und Umlandgemeinden werden dafür sorgen, dass Fahrradpendler deutlich zügiger, durchgängiger und komfortabler unterwegs sein werden. Wir werden weitere Entwicklungen anschieben, um das Radfahren in Münster noch attraktiver zu machen. Hierzu gehören beispielsweise die Bevorrechtigung des Radverkehrs, das Fahrradparken oder ein Ausbau des Radwegenetzes.“ 

Promenade: Vorfahrt für Radfahrer soll kommen

Bereits im Juni wird in der Bezirksvertretung Mitte und im Planungsausschuss die Bevorrechtigung des Radverkehrs an den Promenadenquerungen auf der Agenda stehen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. Der 4,5 Kilometer lange Verteilerring soll in einem ersten Schritt vom Neutor bis zur Windthorststraße bevorrechtigt werden. Das heißt, dass die Radfahrer auf der Promenade künftig an den vier Querungen Am Kreuztor, an der Kanalstraße, am Hörstertor und an der Salzstraße Vorfahrt haben sollen. Auch Brücken oder Unterführungen wie am Mauritztor sind durchaus denkbar.

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