Mo., 04.03.2013

NRW-Entscheid Münsters Mathe-Asse

Zufrieden mit ihrem dritten Platz sind Jonathan Robers, Matthias Seifert, Janine Koch, Oliver Oetker (v.l.). Sie freuen sich gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Joachim, Prodekan des Fachbereiches Mathematik.

Zufrieden mit ihrem dritten Platz sind Jonathan Robers, Matthias Seifert, Janine Koch, Oliver Oetker (v.l.). Sie freuen sich gemeinsam mit Prof. Dr. Michael Joachim, Prodekan des Fachbereiches Mathematik. Foto: Peter Sauer

Münster - 

Vom Hittorf-Gymnasium kommen die münsterischen Mathe-Asse, die in der NRW-Gesamtwertung einen sehr guten dritten Platz belegten.

Von Peter Sauer

Mathe macht ihnen Spaß: Janine Koch, Oliver Oelker, Jonathan Robers und Matthias Seifert vom Hittorf-Gymnasium knobeln am Samstag an Potenzrechnungen und linearen Gleichungssystemen. Nicht etwa weil eine Klassenarbeit ansteht, sondern ganz freiwillig. Denn das Quartett macht beim NRW-Entscheid des Tages der Mathematik mit.

Der findet in Kooperation mit dem Fachbereich Mathematik und Informatik der Universität Münster zum zweiten Mal bei der LVM Versicherung statt. 33 Schüler aus dem Regierungsbezirk Münster wetteifern um die Punkte und sind ganz auf ihre Köpfe angewiesen. Im Gegensatz zum Unterricht in der Schule sind Taschenrechner nämlich strengstens verboten. Nur Geodreieck und Zirkel dürfen als Hilfsmittel verwendet werden. Die Aufsicht hat mit Laura Schenk eine Ärztin für innere Krankheiten übernommen. Nicht, weil Mathematik eine solche ist, „sondern weil fachfremden Aufsichten nicht irgendein Tipp herausrutscht“, erläutert Felix Springer von der Uni Münster.

Beim Einzelwettbewerb haben die Hittorfer an den Aufgaben ganz schön zu knacken. Immer wieder fassen sie sich an den Kopf, trinken zum Energieschub einen schnellen Orangen-Saft, schreiben und radieren im Akkord und grübeln zwischen schwindelerregenden Wurzeln und schier endlos scheinenden Gleichungen. Eine Digitaluhr zeigt unerbittlich die noch verbleibenden Minuten an. Sie liegen mit ihrem Wissen eng zusammen, doch in der Gesamtwertung reicht es dann nur für die Plätze 27, 28, 30 und 31.

Die fünf Prüfer der Uni Münster im Nebenraum sind unerbittlich. Die Schüler sind etwas betrübt, auch wenn es USB-Sticks und ein mehrgängiges Mittagessen für jeden gibt. Als Team klappt es dann aber besser: Bei den Gruppenaufgaben stecken sie ihre Köpfe zusammen und nutzen gegenseitig ihre Stärken. Sehr konzentriert überprüfen sie fast jeden Rechenweg des Kollegen. So viel Teamgeist wird belohnt. Am Ende belegen die münsterischen Mathe-Asse in der NRW-Gesamtwertung einen sehr guten dritten Platz. Auch beruflich sind sie auf den Geschmack gekommen. Janine, Oliver, Jonathan und Matthias wollen später im Bereich Wirtschaftsinformatik oder Geophysik arbeiten

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