Nachrichten Münster
Di., 29.06.2010
Alte Klassiker suchen Beifahrer - Oldtimer-Benefizfahrt zum Mitfahren
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Münster - Alle haben sie H-Schmuck: Der achte Buchstabe des Alphabets, der die Kennzeichen dieser alten Schätzchen ziert, steht für „Historisch“. 20 Oldtimer glänzten am Samstagnachmittag in der Sonne vor dem Stadthaus an der Klemensstraße. Der Oldtimer-Liebhaber Andreas A. Franz hatte Fahrer aus dem Freundeskreis samt ihrer geliebten Fahrzeuge zu einer Benefizveranstaltung hier zusammengetrommelt. Prompt waren die Besitzer der historischen Wagen mit ihren meist schicken Weißwandreifen angerollt, um Spenden für das Team der Kinderneurologie-Hilfe Münster zu sammeln.
Und im rollenden Zustand blieben die Oldtimer auch, denn die schick hochpolierten Lackoberflächen waren nicht bloß zum Bestaunen gedacht. Gegen eine kleine Spende konnten Besucher und Passanten einsteigen, Türen schließen - soweit vorhanden - und mitfahren. „Was ist das denn für einer? Damit fahre ich als nächstes“: Eine Dame war von dem knallroten Volvo Sport von Fahrer Ingo Schmidt ganz angetan.
Direkt daneben hatte der Initiator der Benefiz-Veranstaltung, Andreas A. Franz, seinen Citroën Traction Avant geparkt, der ebenso staunende Blicke erntete. „Da fahre ich direkt mit, weil das für mich das schönste Auto ist“, so Jürgen Meiners begeistert, der bekennender Fan französischer Wagen ist. „Mein nächstes Auto wird auch wieder ein Citroën.“
Im kultigen Fahrzeug quer durch die Altstadt und über den Prinzipalmarkt - eine wahre Wonne für viele Freunde der schönen alten Wagen. Überall standen Passanten um die Oldtimer herum, versuchten einen genauen Blick ins Innere zu werfen. Bei den meisten Fahrzeugen absolut kein Problem, denn sie waren offen. „Bei dem schönen Wetter haben wir darauf geachtet, dass wir ganz viele Cabrios hier haben“, berichtete Andreas A. Franz.
Das jüngste Fahrzeug der Benefizveranstaltung - mit gerade mal 37 Jährchen auf der Haube - war ebenfalls ein Cabrio. Der Karmann Ghia, ein Volkswagen, kostete 1973 gerade mal 9390 Mark. „Allerdings ohne Extras“, schmunzelte Franz. Das älteste Schätzchen, das zur Benefizfahrt antrat, war ein blauer Dodge von 1928.
Gertrud Wietholt von der Kinderneurologie-Hilfe freute sich besonders über den freiwilligen Einsatz der Fahrer mit ihren Wagen.
Die Kinderneurologie-Hilfe arbeitet für Eltern kostenfrei und betreut Familien, deren Kinder durch einen Unfall eine Schädel-Hirnverletzung erlitten haben.
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