Nachrichten Münster
Mi., 21.07.2010
Angst vor neuem Schulkrieg
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Münster - FDP-Ratsherr Sebastian Steinzen befürchtet einen neuen Schulkrieg in Münster, sollte die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf ihre Pläne vorantreiben, das Schulsystem umzubauen. Steinzen erinnerte an das seinerzeit von Rot-Grün betriebene Vorhaben, eine zweite Gesamtschule in Münster schaffen zu wollen, das 1996 per Bürgerentscheid gestoppt wurde. Zugleich sprach sich der FDP-Ratsherr gegen eine schleichende Aushöhlung der Gymnasien aus. Vielmehr komme es dort auf eine bessere individuelle Förderung an.
Das Ergebnis des jüngsten Volksentscheids in Hamburg sollte laut Steinzen eine Warnung für die neue NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) sein. In der Hansestadt hatten sich am Sonntag die Gegner der geplanten Schulreform durchgesetzt und für den Erhalt der vierjährigen Grundschule eine Mehrheit gefunden.
„Hamburg hat gezeigt, dass die Menschen keine Experimente im Schulwesen wollen“, sagte der münsterische CDU-Landtagsabgeordnete Prof. Thomas Sternberg mit Blick auf die neue NRW-Landesregierung.
„Zwar hat der Koalitionsvertrag nicht die Formulierung aus dem Wahlprogramm der SPD aufgegriffen, in dem noch von einer Gemeinschaftsschule bis zur Klasse zehn die Rede war, aber laut Koalitionsvertrag will Rot-Grün ein Drittel der Schulen in Gemeinschaftsschulen umwandeln“, so Sternberg, „jede dieser Schulen wird einen gymnasialen Zweig haben. Den Gymnasien, auch in Münster, werden damit die Wurzeln abgegraben.“
In Münster sprechen die Anmeldezahlen der einzigen Gesamtschule nach Ansicht des linken Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel für sich. Die Linke wolle im Landtag zuerst einmal das Elternrecht auf einen Platz in „Einer Schule für alle“ beantragen.
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