Nachrichten Münster
Mo., 22.06.2009
Berufsleben beginnt in der Schule
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Münster - Der Einstieg ins Berufsleben ist für viele Schüler mit hohen Hürden versehen. Dass dem indes nicht immer so sein muss, beweisen vier münsterische Schulen: Sie wurden gestern in einer Feierstunde mit dem Gütesiegel „Berufswahl und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet. Eine Anerkennung für deren vorbildliches Bemühen, die Schüler auf ihre Berufswahl und die damit verbundenen Herausforderungen vorzubereiten, wie Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke meinte.
Freuen dürfen sich diesmal die Hauptschule Roxel, die Realschule Wolbeck, die Albert-Schweitzer-Schule sowie das Stein-Gymnasium. Sie haben die achtköpfige Fachjury vom Netzwerk Schule und Wirtschaft, das das Siegel in Münster vergibt, von ihrem nachhaltigen Engagement bei der Berufsvorbereitung ihrer Schüler überzeugt.
Vor allem für Absolventen der Förderschulen sei die Suche nach einem Ausbildungsplatz nicht leicht, wie Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Hermann Eiling bei seiner Laudatio auf die Albert-Schweitzer-Schule feststellte. Doch anstatt deshalb zu resignieren, erfülle die Schule weit mehr als ihre Pflicht: verschiedene mehrwöchige Praktika und sogar ein Jahrespraktikum, bei dem die Schüler einmal wöchentlich in den Betrieb gehen.
Gelebte Berufsvorbereitung attestierte Arbeitsamtsleiter Wolf-Rüdiger Schwedhelm der Realschule Wolbeck. Vielfältige Angebote, die Praxiserfahrung vermitteln, sowie die Integration der Themen Wirtschaft, Arbeit und Beruf in den Unterricht seien der Schlüssel. Dazu gebe es einen schuleigenen Berufswahl-Ordner.
Die „intensiven Kontakte zu ortsansässigen Firmen“ lobte Elternvertreterin Christiane Vogelsang bei der Auszeichnung der Droste-Hauptschule Roxel. Außerdem sei ein Berufswahlorientierungsbüro eingerichtet worden, das regelmäßige Sprechzeiten anbiete.
Stichwort lebenslanges Lernen: Dieser am Freiherr-vom Stein-Gymnasium vermittelte Grundgedanke trage Früchte, wie Dr. Helmut Rödder, Vorstandsmitglied der BASF Coatings, befand. Gleichzeitig gehöre dazu die Bereitschaft und Einsicht, dass Mobilität in der heutigen Berufswelt notwendig sei.
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